Erste Fahrt im neuen Elektro-SUV Mazda CX-6e
Viel Komfort, wenig Krawall

Mazda schickt einen neuen Elektro-Crossover ins Rennen. Der CX-6e punktet mit viel Platz, Komfort und eigenständigem Design. Beim Antrieb gibt er sich aber sehr zurückhaltend.
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Zuwachs für Mazdas Stromer-Familie.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mazda CX-6e: Neuer Elektro-SUV tritt gegen Modelle wie Skoda Enyaq oder Tesla Model Y an
  • Digitale Aussenspiegel stören Sicht, Bedienung erfolgt überwiegend über Touchscreen
  • Schweizer Preise: Basismodell startet ab 49'000 Franken
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Juan ThomasRedaktor Auto & Mobilität

Mazdas Stromer-Familie darf sich über weiteren Zuwachs freuen. Nach der eleganten Elektrolimousine Mazda 6e folgt mit dem CX-6e jetzt ein elektrischer SUV. Der Japaner tritt unter den Mittelklasse-E-SUVs gegen etablierte Rivalen wie Škoda Enyaq, Cupra Tavascan oder Tesla Model Y an.

Vor der Fahrt

Schon beim ersten Blick fällt die mutige und konsequente Designsprache auf, die stark an den Mazda 6e erinnert. Lange Linien, ein markantes Heck und zahlreiche aerodynamische Elemente prägen den Auftritt. Die auffälligen Luftführungen sind dabei nicht nur ein optisches Stilmittel, sondern sollen die Effizienz verbessern und für mehr Stabilität sorgen. Auch innen gehts modern weiter. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, das 26-Zoll-Display lässt sich auf Wunsch auch vom Beifahrer bedienen. Ein klassisches Instrumenten-Display gibt es nicht: Tempo und Navigationshinweise sieht der Fahrer direkt auf dem Head-up-Display. Grossgewachsene Passagiere sitzen auch hinten bequem.

Auf der Strasse

Beim Fahren zeigt sich der knapp 2,2 Tonnen schwere CX-6e angenehm. Das Fahrwerk arbeitet komfortabel, egal ob in der Stadt, auf der Landstrasse oder der Autobahn. Besonders bei höheren Tempi bleibt es im Innenraum ausgesprochen leise – hier macht sich die umfangreiche Tüftelei an der Aerodynamik bezahlt. Beim Antrieb hält sich Mazda zurück – wie schon bei der Limousine 6e. Trotz 258 PS und 290 Nm Drehmoment reagiert der SUV erstaunlich träge auf Gaspedal-Stösse. Beim Beschleunigen vermissen wir die typische Elektro-Spontanität. Für einen Crossover gehts unterm Strich aber in Ordnung: Statt loszuschiessen, setzt der Mazda eben auf entspanntes Cruisen.

Das war gut

Der Lithium-Eisen-Phosphat-Akku bietet eine überschaubare Kapazität von 78 kWh und zapft mit bis zu 200 kW am Schnelllader nach – beide Werte sind im Wettbewerbsumfeld nur Mittelmass. Dennoch ist der Energieriegel im Unterboden in akzeptablen 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt. Die WLTP-Reichweite liegt bei 464 Kilometern, in der Basisversion Takumi mit kleineren Rädern bei 484 Kilometern. Überzeugender ist das Platzangebot des 4,85 Meter langen Elektro-SUVs, dessen Kofferraum 468 bis 1434 Liter schluckt. In den vorderen 83 Liter fassenden Frunk können Kleinigkeiten wie Ladekabel versorgt werden. Top: Trotz des fehlenden Allradantriebs bietet der Mazda CX-6e eine Anhängelast von bis zu 1500 Kilogramm.

Mazda CX-6e «Takumi Plus» im Schnellcheck

Antrieb: 1 Elektromotor, 258 PS (190 kW), 290 Nm, 1-Gang-Reduktionsgetriebe, Hinterradantrieb, Akku 78 kWh, Laden AC/DC 11/200 kW, 10–80 % in 24 min
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 7,9 s, Spitze 185 km/h
Masse: L/B/H 4,85/1,93/1,62 m, Leergewicht 2200 kg, Kofferraum 468–1434 l plus vorderer Frunk 83 l
Umwelt: Verbrauch Werk 18,9 kWh/100 km, 0 g/km CO₂, WLTP-Reichweite 464 km, Energie A
Preis: ab 51'800 Franken, Basismodell Takumi ab 49’000 Franken

Antrieb: 1 Elektromotor, 258 PS (190 kW), 290 Nm, 1-Gang-Reduktionsgetriebe, Hinterradantrieb, Akku 78 kWh, Laden AC/DC 11/200 kW, 10–80 % in 24 min
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 7,9 s, Spitze 185 km/h
Masse: L/B/H 4,85/1,93/1,62 m, Leergewicht 2200 kg, Kofferraum 468–1434 l plus vorderer Frunk 83 l
Umwelt: Verbrauch Werk 18,9 kWh/100 km, 0 g/km CO₂, WLTP-Reichweite 464 km, Energie A
Preis: ab 51'800 Franken, Basismodell Takumi ab 49’000 Franken

Das war schlecht

Die digitalen Aussenspiegel sorgen für ein ungewohntes Fahrgefühl. Der Blick auf die kleinen Displays erfordert deutlich mehr Gewöhnung als der vertraute Blick in die klassischen Aussenspiegel. Besonders brisant: Wenn der Beifahrer seine Bildschirmhälfte bedient, kann sein Arm die Sicht des Fahrers auf das rechte Seitenspiegel-Display versperren. Auch der digitale Rückspiegel ist gewöhnungsbedürftig. Dieser lässt sich auf Wunsch aber auf die klassische Ansicht umschalten. Generell tun wir uns im CX-6e etwas schwer damit, dass fast alle Funktionen über den grossen Touchscreen zu bedienen sind. Klassische Knöpfe gibt es nur wenige. Zusammen mit dem fehlenden Kombiinstrument hinter dem Lenkrad entsteht so ein sehr digitales, aber nicht immer intuitives Bedienkonzept.

Das bleibt

Den Mazda CX-6e gibts in der Schweiz als Basismodell Takumi ab 49'000 Franken und als Takumi Plus ab 51'800 Franken. Wer auf die digitalen Aussenspiegel verzichten will, wählt das günstigere Basismodell. Unterm Strich bleibt ein komfortabler, geräumiger und markanter Elektro-Crossover, der weniger mit sportlichen Fahrleistungen als mit Komfort, Platz und einem angenehmen Fahrverhalten überzeugen will.

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