Darum gehts
- BYD hat 2025 weltweit 4,8 Millionen New Energy Vehicles verkauft
- Der Atto 3 Evo bietet 470 km Reichweite und 800-Volt-Technologie
- Preis ab 43'990 CHF, Allradversion ab 47'990 CHF erhältlich
BYD baut schon lange an seinem Traum, zum grössten Autohersteller der Welt aufzusteigen. Und getreu dem Firmenmotto «Build Your Dreams» sind die Chinesen ihrem selbstgesteckten Ziel in den letzten Jahren bereits sehr nahegekommen. Vom Batteriehersteller aus der Provinz ist seit der Gründung 2003 ein mächtiger Techkonzern gewachsen, der mehr New Energy Vehicles – also Plug-in-Hybride und reine E-Autos – verkauft, als jedes andere Unternehmen des Planeten – 4,8 Millionen alleine 2025.
Doch besonders in Mitteleuropa (und auch in der Schweiz) sind die Verkaufszahlen noch lange nicht da, wie man es nach dem fulminanten Start – man erinnere sich an die breit angelegte Fussball-EM-Kampagne 2024 in Deutschland – erwartet hätte. Im Gegensatz zu anderen chinesischen Herstellern wie MG setzte BYD anfangs nicht auf günstige Kompaktstromer, sondern auf eher teurere Modelle der Mittelklasse wie den Plug-in-SUV Seal U DM-i – BYDs aktuell meistverkauftes Modell in der Schweiz.
Vor der Fahrt
Zwar stand mit dem Atto 3 schon länger ein günstigerer Kompakt-SUV am Start – doch technisch vermochte das Modell mit der bereits starken Konkurrenz im Segment nicht mitzuhalten. Das soll der nun kräftig überarbeitete Atto 3 mit dem Zusatz Evo ändern und erfolgreich gegen Skoda Elroq, Kia EV4, MG S5 und Co. antreten. Optisch gibts kaum Unterschiede zum nur drei Jahre davor gestarteten Vorgänger. Leicht überarbeitete Stossfänger, schlankere Seitenschweller, kleiner Spoiler an der Dachkante. Doch technisch hat der Evo mächtig aufgerüstet: Nicht nur die Motorleistung ist gewachsen, sondern auch die Batterie, und dank 800-Volt-Bordnetz damit auch Reichweiten und Ladegeschwindigkeit.
Antrieb: 2 Elektromotoren, Systemleistung 449 PS (330 kW), 560 Nm, 1-Gang-Automatik, Allrad, Batterie 74,8 kWh (brutto), Ladeleistung AC/DC 11/220 kW
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 3,9 s, Spitze 200 km/h, Reichweite WLTP 470 km
Masse: L/B/H 4,46/1,88/1,62 m, Gewicht 1990 kg, Anhängelast gebremst 12 % 1500 kg, ungebremst 750 kg, Kofferraum 490–1360 l + Frunk 101 l
Umwelt: Verbrauch WLTP 17,8 kWh/km = 0 g/km CO2, Energieeffizienz A
Preis: ab 47'990 Franken, Basisversion «Design» RWD ab 43'990 Franken
Antrieb: 2 Elektromotoren, Systemleistung 449 PS (330 kW), 560 Nm, 1-Gang-Automatik, Allrad, Batterie 74,8 kWh (brutto), Ladeleistung AC/DC 11/220 kW
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 3,9 s, Spitze 200 km/h, Reichweite WLTP 470 km
Masse: L/B/H 4,46/1,88/1,62 m, Gewicht 1990 kg, Anhängelast gebremst 12 % 1500 kg, ungebremst 750 kg, Kofferraum 490–1360 l + Frunk 101 l
Umwelt: Verbrauch WLTP 17,8 kWh/km = 0 g/km CO2, Energieeffizienz A
Preis: ab 47'990 Franken, Basisversion «Design» RWD ab 43'990 Franken
Auf der Strasse
Für den ersten Test im verregneten Schlieren ZH steht uns die neue Topversion zur Verfügung: 449 PS (330 kW), 560 Nm, Allrad. Zumindest auf dem Papier glänzt sie mit Leistungswerten wie ein Supersportwagen: In nur 3,9 Sekunden soll der rund 4,46 Meter lange und knapp zwei Tonnen schwere SUV die 100-km/h-Marke knacken, bei Tempo 200 ist theoretisch Schluss. Nach wenigen Kilometern steht fest: Power hat der Atto 3 Evo auch in der Praxis ohne Ende. So viel, dass das ESP auf den schlüpfrigen Strassen alle Mikrochips voll zu tun hat, um das Heck bei durchgetretenem Pedal in Zaum zu halten. Das straff abgestimmte Fahrwerk passt zwar zum sportlichen Charakter. Aber wir fragen uns, ob es solch eine Leistung bei einem Kompakt-SUV tatsächlich braucht. «Nice to have» ist sie allemal.
Das war gut
Durchaus wichtiger als die reine Leistung ist aber die allgemein stark aufgewertete Elektrotechnik an Bord des Evo. Dazu zählen der auf 74,8 kWh gewachsene Akku, der beim Allradler Reichweiten von bis zu 470 Kilometern verspricht. Erstaunlich: Trotz moderner 800-Volt-Architektur dauert das Füllen der Akkus von 10 auf 80 Prozent am DC-Schnelllader 25 Minuten – die Konkurrenz von Skoda, Kia und MG mit 400-Volt-Bordnetz ist fast auf gleichem Niveau.
Verstecken muss sich der Atto 3 Evo aber keinesfalls – das gilt auch für den Innenraum. Neben hochwertigen Materialien besticht der Kompakt-SUV mit einer umfangreichen Serienausstattung – in der Topversion «Excellence» sind nicht nur Wärmepumpe oder 360-Grad-Kamera, sondern auch Panoramaschiebedach und Head-up-Display immer an Bord.
Das war schlecht
An das Dauergepiepe moderner, vornehmlich chinesischer Autos haben wir uns mittlerweile gewöhnt – auch im Atto 3 können die nervigsten Assistenten wie der Tempowarner mit etwas Übung relativ fix abgestellt werden. Komplett eigenwillig versucht es BYD aber bei der Innenraumgestaltung. Die faustgrossen Drehgriffe zum Öffnen der Türen – nicht besonders praktisch. Unübersehbar auf Jugendlichkeit getrimmte Style-Elemente wie die lamellenartigen Lüftungsdüsen – irgendwie unpassend zum eher dezenten äusseren Auftritt. Und die je drei gespannten Saiten an den Staufächern der Türen? Eigentlich ein witziger Gag, der mit den Kids auf der Rückbank aber rasant zum nervtötenden «Gitarren»-Gimmick verkommt.
Das bleibt
Wir resümieren: Technisch hat der Atto 3 als Evo mächtig Boden gutgemacht und spielt in allen Belangen in der Oberliga der kompakten SUV-Stromer mit. Doch ein Schnäppchen ist er eben auch nicht: Schon die schwächere Version «Design» mit 313 PS (230 kW) und Heckantrieb schlägt mit mindestens 43'990 Franken zu Buche. Den besser ausgestatteten und deutlich kraftvolleren AWD gibts ab 47'990 Franken. Kein schlechter Deal, ohne Frage. Aber im Wettbewerbsumfeld auch nicht unschlagbar. Abwarten, ob und wann BYDs Absatzträume auch bei uns in Erfüllung gehen.
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