Stromer-Start-up in der Krise
Schafft Rivian mit dem R2 den Durchbruch?

Rivian erlebte 2025 ein Katastrophenjahr. Mit dem R2 will das Elektro-Start-up nun die Wende schaffen. Doch der Erfolgsdruck ist riesig und in Europa hat niemand auf die US-Amerikaner gewartet.
Kommentieren
1/6
Der Rivian R2 ist die grosse Hoffnung für das E-Auto-Start-up.
Foto: Rivian

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rivian lanciert im Frühling 2026 den R2 in den USA
  • Der Hersteller erwartet in diesem Jahr mindestens 20'000 Verkäufe
  • Rivian verlor 2025 ein Fünftel Absatz, schrieb 3,6 Milliarden Dollar Verlust
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_1108.JPG
Gabriel KnupferRedaktor News

Bisher fiel das US-amerikanische Stromer-Start-up Rivian vor allem durch grosse Pläne auf – und durch noch grössere Verluste. Im letzten Jahr gab es bei nur 42'000 ausgelieferten Fahrzeugen ein Minus von 3,6 Milliarden Dollar (rund 2,8 Milliarden Franken). Mit jedem verkauften Auto verlor Rivian also 90'000 Dollar (knapp 70'000 Fr.)!

Doch nun soll alles besser werden. Rivian lanciert in diesem Frühling mit dem R2 erstmals ein Auto für den Massenmarkt, wie das Fachblatt «Automobilwoche» berichtet. «2026 wird ein Wendepunkt für unser Unternehmen», sagte CEO RJ Scaringe (43) bei der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen. «Der R2 ist ein aussergewöhnliches Fahrzeug, und ich glaube, er wird ein Gamechanger sein.»

Mindestens 20'000 Verkäufe erwartet

In den USA können Interessierte den neuen SUV ab dem 12. März bestellen. Der R2 soll bei rund 45'000 Dollar (rund 35'000 Franken) starten. Die genauen Preise und die Ausstattung sind noch nicht bekannt, aber Scaringe sprach von zwei Motoren mit zusammen mehr als 650 PS und einer Reichweite von 480 Kilometern für das E-Auto.

Aktuell produziert Rivian den R1 als Pick-up-Truck und als SUV sowie elektrische Lieferwagen für Amazon. Die Firma rechnet für dieses Jahr mit Auslieferungen von 62'000 bis 67'000 Fahrzeugen. Der R2 soll 20'000 bis 25'000 Verkäufe dazu beisteuern. Zum Vergleich: Tesla verkaufte das Model Y in den USA im vergangenen Jahr mehr als 350'000 Mal.

Europa-Start verschoben?

2025 brach der Rivian-Absatz um ein Fünftel ein – unter anderem wegen der stromerfeindlichen Politik von US-Präsident Donald Trump. Dieser strich die Förderung für E-Autos. Und der US-Markt wird noch schwieriger für Elektrohersteller: Erst gerade verkündete die Umweltbehörde EPA eine Neubewertung von Treibhausgasen. CO2 wird nun offiziell nicht mehr als Schadstoff eingestuft.

Mit dem R2 muss Rivian deshalb vor allem ausserhalb der USA punkten. Entscheidend wird deshalb der Erfolg in Europa. Doch dabei scheint es ebenfalls Probleme zu geben. Vor wenigen Tagen entfernte Rivian auf der R2-Webseite den Hinweis auf den Markteintritt im Jahr 2027. Nun heisst es nur noch unverbindlich: «Rivian kommt nach Europa.» Den kanadischen Marktstart verschoben die Amerikaner derweil von 2026 auf 2027.

Klar ist: Während der Preis und die bisher bekannten Daten für den R2 attraktiv klingen, wird der SUV in Europa auf starke Konkurrenz treffen. Die E-Autos von Tesla, BYD und der europäischen Hersteller haben sich hier längst etabliert.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen