Darum gehts
- Im August 2026 waren Chinas Top-10-Automodelle alle Stromer
- Geely Xingyuan führt mit 40'000 Verkäufen, Preis ab 8000 Franken
- Inlandsabsatz Januar bis August -21 Prozent, Exporte +76 Prozent
China ist auf bestem Weg, ein Elektroauto-Land zu werden. Im August fuhren die zehn meistverkauften Modelle alle vollelektrisch, wie die deutsche «Automobilwoche» berichtet.
Das sind gute Nachrichten für die von Luftverschmutzung geplagten Bewohner der grossen China-Städte. Doch für westliche Hersteller – ausser Tesla – wird es im Reich der Mitte immer schwieriger.
Billigautos belegen Spitzenplätze
An der Spitze der Verkaufscharts stand im August der Geely Xingyuan mit knapp 40'000 verkauften Exemplaren. Der Xingyuan wird in Europa als Geely E2 vermarktet – wird aber in der Schweiz beim geplanten Marktstart von Geely nicht erhältlich sein. Hauptgrund für den Erfolg in China ist der Knallerpreis: Umgerechnet kostet der Wagen dort nur gut 8000 Franken.
Auf Rang 2 folgt der Leapmotor A10. Schweizer zahlen für den SUV als B03X ab 23'900 Franken. In China kostet er umgerechnet ebenfalls nur günstige 8000 Franken. Erst auf Platz 3 folgt mit dem Tesla Model Y ein teureres Auto.
Meistverkaufte Modelle in China (August 2026):
- Geely Xingyuan
- Leapmotor A10
- Tesla Model Y
- BYD Yuan UP
- Tesla Model 3
- Changan Qiyuan Q05
- Li Auto i6
- BYD Dolphin
- Xiaomi SU7
- Wuling Binguo Pro
Einheimische Hersteller dominieren
Auch bei den Marken ist in China einheimisches Schaffen inzwischen Trumpf. BYD führt vor Geely und Chery. FAW-Volkswagen ist auf Platz 6 der beliebteste Hersteller mit ausländischer Beteiligung. Ebenfalls in den Top-Ten: FAW Toyota, SAIC GM Wuling, GAC Toyota und SAIC Volkswagen.
Meistverkaufte Marken in China (August 2026):
- BYD Auto
- Geely Auto
- Chery Auto
- Leapmotor
- Changan Auto
- FAW-Volkswagen
- SAIC GM Wuling
- FAW Toyota
- GAC Toyota
- SAIC Volkswagen
Tiefe Absatzkrise
Die Zahlen der China Passenger Car Association (CPCA) zeigen auch ein Minus im Heimmarkt. Von Januar bis August 2026 sanken die Inlandverkäufe um 21 Prozent auf 11,7 Millionen Autos. Die Exporte legten dagegen um 76 Prozent zu – auf 6,1 Millionen Fahrzeuge.
Der Verkauf ins Ausland ist für die chinesischen Hersteller ein Ausweg aus der Krise. Wegen des gnadenlosen Preiskampfs im eigenen Land ist in China aktuell ohnehin kaum mehr Gewinn zu machen.
Gerade für den kriselnden VW-Konzern sind das alles schlechte Nachrichten. Deutsche Hersteller werden in China weiterhin fast nur als Verbrennerhersteller wahrgenommen. Nun versucht VW mit einer «in China, for China»-Strategie Gegensteuer zu geben. Doch der Markt für die speziell für den chinesischen Markt entwickelten Modelle ist schwierig.