Italienische Weltpremiere
Ferrari präsentiert seinen allerersten E-Boliden

Ferrari bringt sein erstes vollelektrisches Modell auf den Markt. Der Luce ist ein geräumiger GT-Crossover mit einem Design, das man so von Ferrari noch nie gesehen hat, jeder Menge Hightech und einem heftigen Kaufpreis von über 500'000 Franken.
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Zum ersten Mal in seiner Historie präsentiert Ferrari einen Stromer – den Luce.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ferrari präsentiert den vollelektrischen Hochleistungs-GT Luce mit 1050 PS.
  • Design geprägt von Jony Ive und futuristischer «Glass House»-Kabine.
  • Preis: ca. 502'000 Franken, Reichweite: 530 Kilometer, Tempo: 310 km/h.
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Wolfgang GomollFreier Mitarbeiter Auto & Mobilität

Ein Elektro-Ferrari? Für Fans ist das wie ein Espresso ohne Crema. Unvorstellbar! Gründervater Enzo Ferrari (1898 – 1988) hätte jeden persönlich vom Hof gejagt, der ihm mit einer Batterie gekommen wäre. Doch die Zeiten ändern sich. Maranello wird elektrisch. Trotzdem wollen die Italiener keinen gewöhnlichen Stromer bauen. «Der Ferrari Luce bringt zusammen, was wir sind und was wir sein wollen», sagt Ferrari-Präsident John Elkann (50).

Der erste vollelektrische Ferrari ist deshalb kein flacher Zweisitzer, kein SUV und auch kein klassischer Gran Turismo. Stattdessen entsteht ein Hochleistungs-GT mit fünf Sitzen, vier Elektromotoren und 1050 PS (772 kW). Die Batterie besitzt eine Kapazität von 122 kWh, geladen wird mit bis zu 350 kW. Die Reichweite soll rund 530 Kilometer betragen.

Die deutliche Designsprache Ives

Auch beim Design geht Ferrari neue Wege. Neben dem hauseigenen Centro Stile war das Kreativstudio LoveFrom um Ex-Apple-Designer Jony Ive (59) beteiligt. Der Luce – italienisch für Licht – setzt deshalb nicht auf die aggressive Formensprache klassischer Supersportwagen, sondern auf eine futuristische, fast skulpturale Linienführung. Besonders auffällig ist das sogenannte «Glass House» – die grosse gläserne Kabine, die sich weit über die Karosserie zieht. Dadurch wirkt der Luce eigenständig und modern. Gleichzeitig erfüllt das Design praktische Zwecke: Die gegenläufig öffnenden Türen erleichtern den Einstieg und im Fond finden tatsächlich drei Personen Platz.

Im Innenraum erkennt man ebenfalls den Einfluss der Apple-Designer. Ferrari kombiniert moderne OLED-Anzeigen mit klassischen Bedienelementen wie Drehreglern, Kippschaltern und mechanischen Tasten. Viel Aluminium und Leder sorgen dabei für eine hochwertige Haptik. Statt eines dominanten Zentralbildschirms sitzt in der Mittelkonsole ein schwenkbares Display für Fahrer und Beifahrer. Apple CarPlay und Android Auto sind serienmässig an Bord.

Leistungsdaten eines Supersportlers

Mit über fünf Metern Länge und einer tief im Fahrzeugboden verbauten Batterie soll der Luce trotz seiner Grösse dynamisch wirken. Der Schwerpunkt liegt sogar tiefer als beim Ferrari Purosangue. Insgesamt präsentiert sich der Wagen deshalb eher wie eine sportliche Limousine als wie ein Sport-SUV.

Ferrari verspricht natürlich auch Fahrleistungen auf Supersportwagen-Niveau. Der Luce sprintet in 2,5 Sekunden auf 100 km/h, erreicht nach 6,8 Sekunden Tempo 200 und fährt bis zu 310 km/h schnell. Trotz des Leergewichts von 2,26 Tonnen soll der Elektro-Ferrari besonders agil sein. Dafür wird jedes Rad einzeln angesteuert, damit die Kraft optimal verteilt wird. Hinzu kommen Allradantrieb, Hinterachslenkung und ein aktives Fahrwerk.

Elektrische Emotionen zum hohen Preis

Im Alltag kann der Fahrer zwischen verschiedenen Fahrmodi wählen – von einem effizienten Reichweitenmodus bis hin zur maximalen Performance. Ferrari bleibt dabei seiner Philosophie treu: Auch ein Elektroauto soll sich emotional und aktiv fahrenlassen.

Das gilt ebenso für den Klang. Statt künstlichen V12-Sound über Lautsprecher abzuspielen, verstärkt Ferrari die echten Geräusche und Vibrationen der Elektromotoren. So entsteht ein eigener, futuristischer Soundcharakter. Ob das den Preis von rund 550'000 Euro (umgerechnet ca. 502'000 Fr.) rechtfertigt, müssen Ferrari-Kunden selber entscheiden.

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