Erste Fahrt im Ferrari Amalfi
Mehr Dolce Vita fürs neue Fohlen im Stall

Der Amalfi ist Ferraris neuestes Modell im Stall und ersetzt den Roma. Mit frischer Optik und etwas mehr Power bietet der Gran Turismo so vor allem mehr Dolce Vita als der Vorgänger und zaubert auch Nicht-Ferrari-Fans ein Lächeln ins Gesicht.
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Die Produktion des Ferrari Roma ist zu Ende. Amalfi heisst der Nachfolger.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Das neue Ferrari-Einstiegsmodell Amalfi verbindet Komfort mit Fahrspass und Performance
  • Das Nachfolgemodell des Roma bietet 640 PS und erreicht 100 km/h in 3,3 Sekunden
  • Der Preis startet voraussichtlich ab rund 240’000 Franken
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Juan ThomasRedaktor Auto & Mobilität

Von der Grossstadtmetropole gehts an die italienische Westküste – Roma war gestern, Amalfi ist heute. Der neue Ferrari Amalfi, das aufgefrischte Nachfolgemodell des Ferrari Roma, verkörpert seinen Küstennamen ebenso wie das damit verbundene Gran-Turismo-Fahrgefühl. Als Einstiegsmodell konzipiert, soll der Amalfi im Alltag möglichst komfortabel sein, gleichzeitig aber jederzeit mit Fahrspass und Performance überzeugen, wenn danach verlangt wird. Wir durften den Amalfi im portugiesischen Faro testen und uns dabei ein genaueres Bild von Ferraris neuem Fohlen machen.

Vor der Fahrt

Optisch ist schnell zu erkennen, dass der Roma im neuen Amalfi weiterhin stark verankert ist. Viele Bauteile wurden vom Vorgänger übernommen, gleichzeitig aber gezielt neu interpretiert. Vor allem die Front hat sich ziemlich verändert: Der klassische Kühlergrill ist verschwunden, ebenso das bislang prominent platzierte Emblem mit dem Cavallino. Die neue Front wirkt aber deutlich moderner und soll zudem auch weit aerodynamischer sein. Am Heck fallen die Änderungen dezenter aus. Hier sticht uns vor allem der überarbeitete Diffusor und der automatisch ausfahrende Spoiler ins Auge. Abgesehen von Front und Heck bleibt die skulpturale Silhouette mit grosszügigen Flächen erhalten.

Im Innenraum hat Ferrari aufs Kundenfeedback reagiert und wieder physische Tasten im Lenkrad verbaut – darunter einen echten Startknopf aus Alu. Gut so. Das Bildschirm-Trio kombiniert ein 15,6-Zoll-Fahrerdisplay mit einem 10,25-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole und einem 8,8-Zoll-Beifahrerdisplay. Der elegant gefräste Alu-Mitteltunnel beherbergt eine Lademöglichkeit fürs Handy und weitere Bedienelemente. Da der 273 Liter kleine Kofferraum schnell voll ist, bietet sich die Rückbank als zusätzlicher Stauraum an. Denn für Personen taugen die Rücksitze wirklich nur im Notfall. 

Auf der Strasse

Doch genug zur Optik und Innenraum – das Fohlen will Freilauf. Wir drücken den roten Startknopf – und der 3,9-Liter-Twin-Turbo-V8 erwacht mit einem lauten Aufschrei. Der Amalfi lebt.

Ferrari Amalfi im Schnellcheck

Antrieb: 3,9-Liter-8-Zylinder-Biturbo, 640 PS (471 kW), 760 Nm/3000 min, 8-Gang-Automatik, Hinterradantrieb
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 3,3 s, Spitze 320 km/h
Masse: L/B/H 4,66/1,97/1,30 m, Gewicht 1470 kg
Umwelt: Verbrauch WLTP 11,2 l/100 km, CO₂ 254 g
Preise: ab ca. 240'000 Franken

zVg

Antrieb: 3,9-Liter-8-Zylinder-Biturbo, 640 PS (471 kW), 760 Nm/3000 min, 8-Gang-Automatik, Hinterradantrieb
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 3,3 s, Spitze 320 km/h
Masse: L/B/H 4,66/1,97/1,30 m, Gewicht 1470 kg
Umwelt: Verbrauch WLTP 11,2 l/100 km, CO₂ 254 g
Preise: ab ca. 240'000 Franken

Vorsichtig drücken wir aufs Gas, um uns so etwas an die lange, wuchtige Haube des 4,66 Meter langen Boliden sowie an die fast zwei Meter Breite zu gewöhnen. Um hohe Randsteine und Temposchwellen schadlos zu überwinden, verfügt der Amalfi über ein elektronisches Lift-System an der Vorderachse.

Da uns das sonst gute Wetter in Faro an diesem Tag im Stich lässt, sind wir bei unserer Testfahrt meist im «Wet»-Modus unterwegs. Dieser sorgt für maximale Traktion und ein sanfteres Ansprechverhalten auf den nassen Strassen. Doch trotz Regen ist das Fahrgefühl beeindruckend. Der Amalfi klebt auch dank seiner ausgeklügelten Aerodynamik förmlich auf der Strasse, selbst in schnellen Kurven folgen wir mehr dem Gefühl als dem Blick auf den Tacho. Als das Wetter klarer wird und die Strasse abtrocknet, wechseln wir in den Sport-Modus – und werden von der spürbar strafferen Abstimmung überrascht. Auf einer langen Geraden erleben wir die 640 PS (471 kW) und 760 Nm Drehmoment und freuen uns über die schnellen, präzisen Gangwechsel. Die 3,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100 verpassen wir nur knapp. 

Das war gut

Ferrari fahren ist und bleibt ein emotionales Erlebnis, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Motor, Lenkung und der charakteristische V8-Sound harmonieren wie ein perfekt eingespieltes Orchester. Der Fahrer übernimmt dabei die Rolle des Dirigenten und bestimmt Richtung und Tempo. An der Verarbeitungsqualität haben wir nichts auszusetzen: Die Materialien wirken hochwertig und sind vorbildlich verarbeitet. Sitzheizung und -belüftung sorgen zudem dafür, dass auch längere Fahrten angenehm bleiben.

Das war schlecht

Eine Neuheit, die etwas Eingewöhnung verlangt, ist das neue Brake-by-Wire-Bremspedal. Die elektronisch statt mechanisch verbundene Bremse soll den Bremsweg verkürzen und eine präzisere Dosierung erlauben. Wir finden, das Pedal fühlt sich beim Betätigen zunächst ziemlich ungewohnt an. Dem potenziellen Käufer wird lediglich eine Sitzvariante angeboten. Für sportlichere Fahrten fänden wir aber ausgeprägtere Seitenwangen für mehr Seitenhalt wünschenswert.

Das bleibt

Mit dem Amalfi bringt Ferrari einen Roma-Erben auf den Markt, der mit passendem Küstennamen, verfeinerter Karosserie und der Rückkehr haptischer Tasten als echter Gran Turismo überzeugt und richtig viel Dolce Vita bietet. Erhältlich ist der Amalfi zu Preisen ab voraussichtlich rund 240’000 Franken. Und wie beim Roma dürfte auch beim Amalfi später eine offene Spider-Version folgen.

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