Die grössten Hersteller, die wichtigsten Marken, die westlichen Partner
Wie Chinas Autobauer die Welt erobern

Chinesische Automarken haben sich längst auf vielen Märkten rund um den Globus etabliert. Wir geben einen Überblick, welche Konzerne hinter welchen Marken stecken und wie die westlichen Hersteller mit den grössten Playern verbandelt sind.
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Von China in die Welt: Aufstrebende Hersteller wie Zeekr vom Megakonzern Geely verkaufen ihre zumeist elektrischen Modelle auf Märkte rund um den Globus.
Foto: ZVG.
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Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

Auf dem grössten Automarkt der Welt in China tummeln sich Schätzungen zufolge nicht weniger als 150 verschiedene Hersteller. Die genaue Anzahl kennen nicht einmal Experten, denn fast im Wochentakt kommen neue Marken dazu oder verschwinden wieder, ohne dass wir in Europa jemals von ihnen gehört hätten. Doch einige Megakonzerne haben sich im Riesenreich festgesetzt und erobern von China aus mit diversen Submarken die globalen Automärkte – oft in Zusammenarbeit mit etablierten westlichen Herstellern. 

Aito

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Aito gehört seit 2023 vollständig zum Technologie-Giganten Huawei.
Foto: zVg

Ursprünglich als Submarke der Seres Group eingeführt, gehört Aito seit 2023 vollständig zum Technologie-Gigant Huawei, der an zahlreichen Chinamarken beteiligt ist. 2025 wurden auf der IAA in München (D) drei E-Autos für den Weltmarkt präsentiert.
Marken: Aito
Globaler Absatz 2025: 420'000 Autos
Joint Ventures: Chery, BAIC, Changan, GAC

BAIC

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Die Beijing Automotive Industry Corporation befindet sich in Staatsbesitz.
Foto: zVg

Die bereits 1958 gegründete Beijing Automotive Industry Corporation ist einer der grössten chinesischen Autobauer in Staatsbesitz und stellt unter dem Markennamen Beijing die meisten Taxis für Chinas Hauptstadt Peking her.
Marken: Arcfox, BAIC, Foton
Globaler Absatz 2025: 1,7 Mio. Autos (2024)
Joint Ventures: Mercedes, Hyundai

BYD

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BYD ist mittlerweile nicht nur grösster Autobauer Chinas, sondern vor Tesla auch grösster E-Autobauer der Welt.
Foto: zVg

Der mittlerweile grösste Hersteller von E-Autos der Welt startete 2003 als reiner Batterieproduzent und strebt mit einer aggressiven Wachstumsstrategie aktuell in die Weltspitze der globalen Autoindustrie. Seit vergangenem Jahr bietet BYD auch in der Schweiz zahlreiche Modelle an.
Marken: BYD, Denza, Yangwang, Fang Cheng Bao
Globaler Absatz 2025: 4,6 Mio. Autos
Joint Ventures: Toyota

Chery

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Chery galt lange als Chinas Auto-Export-König.
Foto: zVg

Zwischenzeitlich der grösste Auto-Exporteur Chinas, versucht das staatlich geführte Unternehmen mit den Submarken Omoda und Jaecoo auch in Europa Fuss zu fassen. Fast die Hälfte aller gebauten Modelle (1,34 Mio.) gingen 2025 ins Ausland.
Marken: Kaiyi, Exceed, Jetour, Omoda, Jaecoo
Globaler Absatz 2025: 2,81 Mio. Autos
Joint Ventures: Jaguar Land Rover

Changan

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Neben eigenen Fahrzeugen...
Foto: zVg

Ein weiterer Big Player im Reich der Mitte, der global massiv expandiert und nicht nur eigene, sondern auch E-Autos für Mazda und Ford produziert. Zusammen mit Huawei und Batterie-Gigant CATL hat Changan 2023 die Hightech-Marke Avatr eingeführt.
Marken: Changan, Oshan, Deepal, Qiyuan, Avatr
Globaler Absatz 2025: ca. 3,0 Mio. Autos
Joint Ventures: Mazda, Ford

Dongfeng

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Dongfeng ist ein Hersteller mit langer Tradition.
Foto: zVg

Der Traditionshersteller hat sich ein Multi-Marken-Reich aufgebaut, in den vergangenen Jahren bei den Absätzen aber geschwächelt. Jetzt soll es mit aufstrebenden Marken wie Voyah oder M-Hero, die schon seit 2023 in der Schweiz aktiv sind, auch in Europa aufwärtsgehen.
Marken: M-Hero, Voyah, Forthing, Nammi, Venucia
Globaler Absatz 2025: 1,5 Mio. Autos
Joint Ventures: Nissan-Infiniti, Honda, Peugeot-Citroën 

FAW

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Ein weiterer staatlicher Riese ist FAW, der 2025 3,3 Millionen Autos produzierte – die meisten für Kooperationspartner wie VW und Toyota.
Foto: zVg

Die 1956 gegründete First Automotive Works ist die staatliche Muttergesellschaft der Luxusmarke Hongqi, welche die offiziellen Fahrzeuge der kommunistischen Partei Chinas baut. Allerdings trägt ein Grossteil der von FAW produzierten Autos Logos von Partnern wie VW oder Toyota.
Marken: Hongqi, Bestune, Jiefang
Globaler Absatz 2025: 3,3 Mio. Autos
Joint Ventures: Volkswagen, Toyota

GAC

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Nach der Gründung 2008 wuchs GAC rasant, kämpfte in den letzten Jahren aber mit Absatzrückgängen.
Foto: zVg

Die Guangzhou Automobile Group (GAC) mischt seit der Gründung 2008 im Wettstreit der grössten Autobauer Chinas mit, verlor in den letzten Jahren aber an Boden – einer der grössten Stützpfeiler ist die Kooperation mit Toyota. Neue Marken wie Aion sollen bald in Europa Erfolg bringen.
Marken: Aion, Hyper, Trumpci
Globaler Absatz 2025: 1,72 Mio. Autos
Joint Ventures: Toyota, Honda

Geely

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Megakonzern Geely hat gleich mehrere westliche Traditionshersteller in Besitz genommen.
Foto: zVg

Als einziger chinesischer Konzern produziert Geely nicht nur in den USA, sondern besitzt auch gleich mehrere westliche Traditionshersteller wie Volvo oder Lotus. Mit 14 verschiedenen Marken rangiert Geely auf dem Niveau von Europas Multi-Marken-Riesen Stellantis.
Marken: Volvo, Polestar, Smart, Zeekr, Lynk & Co, Lotus, u.a.
Globaler Absatz 2025: 3,0 Mio. Autos
Joint Ventures: Renault, Mercedes

Great Wall Motor

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Great Wall Motor kann als Chinas SUV- und Pick-up-Spezialist bezeichnet werden.
Foto: zVg

Grosse Ambitionen in Europa hegt auch GWM – Chinas erster privater Hersteller, der 2003 an die Börse ging. Trotz erfolgreicher Rolle als Entwickler (z.B. Mini Cooper SE) missglückte der Europastart der Marken Wey und Ora nach Problemen mit Vertriebspartner Emil Frey.
Marken: Haval, Ora, Wey, Tank
Globaler Absatz 2025: 1,32 Mio. Autos
Joint Ventures: BMW/Mini

JAC

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Die Autos von JAC wurden lange Zeit nur über Direktimporteur Auto Kunz aus Wohlen AG in der Schweiz vertrieben.
Foto: zVg

Unter dem Namen JAC Motors startete Anhui Jianghui Automobile vor über 60 Jahren mit Nutzfahrzeugen und verkauft heute seine breite Palette – vom E-Flitzer bis zum Diesel-LKW – in 130 Ländern weltweit, darunter auch in der Schweiz. VW hält 75 Prozent am Joint Venture mit JAC.
Marken: JAC
Globaler Absatz 2025: ca. 500'000 Autos
Joint Ventures: Volkswagen

Leapmotor

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Das unabhängige Start-up Leapmotor kann auf die Hilfe des europäischen Multi-Marken-Unternehmens Stellantis zurückgreifen.
Foto: zVg

Das vom europäischen Mega-Konzern Stellantis übernommene China-Start-up wächst rasant und bietet seit rund einem Jahr in zahlreichen europäischen Märkten (darunter in der Schweiz) E-Autos und Plug-in-Hybride zu Kampfpreisen an.
Marken: Leapmotor
Globaler Absatz 2025: 597'000 Autos
Joint Ventures: Stellantis

Nio

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CEO und Gründer William Li wurde schon als Steve Jobs der Autobranche gefeiert.
Foto: ZVG.

Markengründer William Li wurde schon als chinesischer Steve Jobs gefeiert, der mit innovativen Ideen wie Akku-Wechselstationen von sich reden machte. Nach historisch tiefen Absatzzahlen in Europa sollen die neuen Marken Onvo (Familienautos) und Firefly (Kleinwagen) 2026 Aufschwung bringen.
Marken: Nio, Onvo, Firefly
Globaler Absatz 2025: 326'000 Autos
Joint Ventures: CATL

SAIC

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Der lange Zeit grösste Autobauer Chinas befindet sich in Staatsbesitz.
Foto: zVg

Die Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) befindet sich in Staatsbesitz und gilt als eines der Schwergewichte von Chinas Autoindustrie. Wichtigste Submarke ist MG, die 2025 erneut stärkste Chinamarke in Europa war.
Marken: Maxus, MG, Roewe, Wuling
Globaler Absatz 2025: 4,5 Mio. Autos
Joint Ventures: Volkswagen, General Motors

Xiaomi

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Smartphone-Hersteller Xiaomi mischt neu auch auf dem E-Auto-Markt mit.
Foto: zVg

Bisher sind die Autos des Smartphone-Giganten nur in China erhältlich, dort aber echte Verkaufsschlager mit langen Wartelisten. 2027 sollen Modelle wie die Limousine SU7 und das SUV-Pendant YU7 auch nach Europa kommen.
Marken: Xiaomi
Globaler Absatz 2025: 400'000 Autos
Joint Ventures:

XPeng

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XPeng ist ein weiterer Stern am chinesischen E-Auto-Himmel.
Foto: zVg

Als direkter Konkurrent zu Nio oder Xiaomi hat sich das Unternehmen von Gründer He Xiaopeng innerhalb weniger Jahre bis auf die Strassen Europas gekämpft. Seit Herbst 2025 bietet XPeng die preiswerten Premiumstromer G6 und G9 auch in der Schweiz an.
Marken: XPeng
Globaler Absatz 2025: 429'000 Autos
Joint Ventures: Volkswagen

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