Coole Conceptcars am Pariser Autosalon 2026
Die französische Autorevolution

An ihrem Heimspiel am Pariser Autosalon übertreffen sich die französischen Hersteller mit coolen Conceptcars. Während der Star der Messe bereits dem Serienmodell entspricht, blicken andere Marken ferner in die Zukunft und lassen ihre Fans träumen.
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Der französische Schauspielstar Omar Sy (3. v. r.) enthüllt mit Stellantis-CEO Antionio Filosa die elektrische Neuauflage des Citroën 2CV.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Citroën zeigt den Elektro-2CV, der ab 2028 für rund 15'000 Fr. startet
  • Peugeot, Alfa und Opel zeigen in Paris scharfe Zukunftstudien
  • Renault und Alpine setzen auf Retro-Elektroautos mit Serienchancen
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Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

Megakonzern Stellantis lässt das französischste aller französischen Autos wieder auferstehen: Citroën bringt den legendären 2CV als Stromer zurück! Am soeben gestarteten Pariser Autosalon (12.–18. Oktober) zeigen die Franzosen erstmals ein Konzept des Elektro-Döschwo, das viele Designmerkmale des Originals wie Lichter und Rückspiegel, Rolldach und Frontpartie in die Neuzeit überträgt. Laut Stellantis-Chefdesigner Gilles Vidal entspricht die Studie äusserlich bereits dem Serienmodell.

Nicht nur punkto Design will Citroën an die Legende anknüpfen. Auch preislich soll der nur 3,76 Meter kurze Elektro-2CV wieder die Massen mobilisieren und mit wohl maximal 300 Kilometer Reichweite zum Marktstart 2028 ab rund 15'000 Franken angeboten werden. Ausserdem zeigt Citroën in Paris auch die nicht weniger coole Nutzfahrzeugversion 2CV Fourgonnette als Hommage an die legendäre Kasten-Ente. Ob es das Nutzfahrzeug je in Serie schafft, ist aber ungewiss.

Peugeots Rallye-Stromer

Auch das Highlight am Peugeot-Stand wird es so wohl nie zur Serienreife schaffen. Schade, denn mit seinen drei E-Motoren und irren 816 PS macht der an den legendären Rallye-Peugeot 205 T16 erinnernde E-T16 Concept nicht nur Sportfreunden Lust auf mehr. Auf dem Papier beschleunigt der Elektrobolide in 2,5 Sekunden auf Tempo 100 – bis zur 300-km/h-Schwelle sollen nur 16 Sekunden vergehen. Das E-T16 Concept nutzt eine 800-Volt-Architektur mit 85 kWh grosser Batterie für bis zu 400 Kilometer, die in 15 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt sein soll. Manche Innovationen der Studie sollen beim nächsten e-208 zum Einsatz kommen.

Scharfer Alfa mit V6-Hybrid

Die zu Stellantis gehörende italienische Traditionsmarke Alfa Romeo gibt in Paris ebenfalls ein Lebenszeichen von sich. Das scharf gezeichnete Conceptcar Cuorerosso (deutsch: rotes Herz) soll einen Ausblick auf das Design künftiger Alfas geben. Unter der flach abfallenden Haube des 4,70 Meter langen Coupés sorgen aber keine E-Maschinen, sondern ein V6-Biturbo mit Hybridunterstützung für Vortrieb. Leistungsdaten sind aber genauso wenig bekannt wie die Höhe der Chancen, dass der Cuorerosso einst tatsächlich in Serie gehen könnte. Anders beim STX Concept der deutschen Stellantis-Marke Opel: Die 4,70 Meter lange Kombistudie mit scharfem Heck zeigt, in welche Richtung das Design der Rüsselsheimer in den kommenden Jahren geht.

Comeback des Vans bei Renault?

Auch Renault als grösster französischer Hersteller überlässt das Feld in Paris nicht kampflos den gross aufgefahrenen chinesischen Herausforderern (mehr dazu hier). So testen die Franzosen mit der modernen Interpretation des R8 Gordini aus dem Jahr 1964, ob eine Elektroversion im Retrolook ähnlich gute Chancen auf Erfolg wie die Neuauflagen von R4, R5 und Twingo hätte.

Deutlich höher stehen die Serienchancen für den ebenfalls am Renault-Stand präsentierten E-Space, der sich nicht nur beim Namen auf den lange Zeit äusserst erfolgreichen Familienvan Espace bezieht. Die elektrisch angetriebene Studie knüpft an die Designsprache der ersten Modelljahre an und trägt so deutlich mehr Charakter in sich als der vermeintliche Oberklasse-SUV, der trotz des bekannten Namens aktuell keine Chance gegen die internationale Konkurrenz hat.

Und auch Renaults Sporttochter Alpine bringt die Formen vergangener Tage in die Neuzeit zurück. Die Studie A310 Vision ist länger (4,55 m), breiter (2,03 m) und extremer als das historische Vorbild aus den 1970er-Jahren, das für die Geschichte der Marke fast ebenso wichtig war wie die A110. Letztere wird bis 2030 als elektrische Neuauflage erscheinen und nutzt die gleiche Plattform mit 800-Volt-System wie der jetzt gezeigte A310 Vision. Der 2+2-Sitzer soll nach der A110 und deren Cabrioversion ebenfalls Anfang der 2030er-Jahre auf den Markt kommen – hoffentlich ähnlich scharf gezeichnet wie die jetzt enthüllte Studie.

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