Mit dem Land Rover Defender
Die Camel Trophy feiert ein Comeback!

Ab Juni 2026 startet die Defender Trophy – Land Rovers neue Offroad-Challenge. Abenteuerlustige Geländefahrer treten an, um Geschicklichkeit und Teamgeist zu beweisen. Wir erhielten einen ersten Vorgeschmack, was die Teilnehmenden erwartet.
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Ab 1981 wurde der Land Rover Defender offizielles Fahrzeug der bis 1998 stattfindenden Camel Trophy.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Die Defender Trophy startet 2026 mit Qualifikationen in Spanien fürs Finale in Südafrika
  • Trophy-Teilnehmer brauchen gute 4x4-Fahrkünste, Mut, Geschicklichkeit und Teamgeist
  • 400 Defender 110 Trophy Edition werden für Europa gebaut und sind schon fast ausverkauft
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Lorenzo FulviRedaktor Auto&Mobilität

Die 1980 erstmals durchgeführte Camel Trophy war kein gewöhnliches Autorennen durch die Wüste. Sie war vielmehr ein Wettbewerb, bei dem die Teilnehmenden für Zusatzpunkte diverse Challenges meistern mussten. Ähnlich wie bei heutigen Oldtimer-Rallyes mit kombinierten Zeit- und Geschicklichkeitsprüfungen.

Ein Jahr später wurde Land Rover das offizielle Fahrzeug der Camel Trophy. Und fortan wurde die Trophy jedes Jahr bis 1998 mit Land Rover ausgefahren. Im Volksmund bezeichnete man die Trophy auch als die «Olympischen Spiele im 4x4». Nach einer Pause startete Land Rover 2003 mit der Land Rover G4 Challenge über mehrere Kontinente. 2007 fand diese allerdings zum letzten Mal statt. Denn die Ausgabe 2008/2009 musste Land Rover aufgrund der Finanzkrise absagen.

Mut, Geschicklichkeit und Teamgeist

Doch jetzt, fast 20 Jahre später, kommts zum Comeback: Der britische Geländewagen-Hersteller Land Rover lanciert diesen Sommer die Defender Trophy. Ein Abenteuer, bei dem es nicht primär um die schnellst gefahrene Zeit, sondern auch um Mut, Geschicklichkeit und Teamgeist geht. Der Wettbewerb startet im Juni 2026 mit regionalen Qualifikationen, das europäische Finale findet dann im bekannten spanischen Offroad-Gelände Les Comes statt. Die Besten reisen anschliessend im Oktober und November ans Finale nach Südafrika, das gemeinsam mit dem Naturschutzpartner Tusk organisiert wird. Die Defender-Trophy-Teilnehmenden werden einzeln bewertet, treten jedoch paarweise gegeneinander an. Nach jeder Etappe werden die Paarungen neu formiert.

Um uns zu zeigen, was die Trophy-Teilnehmer beim neuen Offroad-Abenteuer erwartet, lud uns Land Rover Schweiz ins deutsche Land Rover Experience Center nach Wülfrath ein. Für die Trophy wurde eigens die Spezialversion Defender 110 Trophy Edition produziert. Diese basiert auf dem 5,02 Meter langen Defender 110 P350. Angetrieben wird dieses Sondermodell vom bewährten 350 PS (257 kW) starken Dreiliter-Sechszylinder-Dieselmotor mit Mildhybridisierung, der 700 Nm Drehmoment an alle vier Räder überträgt. Das Trophy-Fahrzeug ist zwar nicht ganz so leistungsstark wie der Defender Octa, doch für die gestellten Anforderungen wohl die bessere (und vor allem auch günstigere) Wahl. Der ab 121'100 Franken kostende Trophy gibts in zwei exklusiven Lackierungen, mit Sonderemblemen und in einer in Europa limitierten Auflage von 400 Stück – die bis auf eine Handvoll Fahrzeuge schon ausverkauft ist.

Slalomwedeln mit Schikanen

Blick wagt sich also ans Offroad-Abenteuer und absolviert mit dem Defender im rund 17 Hektar grossen Gelände in Wülfrath verschiedene Off-Road-Aufgaben, wie bis zu 100 Prozent steile Anstiege und Abfahrten. Dazu aktivieren wir den Bergabfahrassistenten, stellen das gewünschte Tempo ein, und bewältigen so die steilen Rampen, ohne selbst Gas zu geben oder zu bremsen. Beim Befahren grösserer Querrillen warnt uns ein Offroad-Instruktor, dass wir unser Tempo etwas reduzieren sollen, weil wir sonst Gefahr laufen, die Reifenflanken an den scharfen Geländekanten aufzuschlitzen.

Nach diesem Aufwärmen gehts an die ersten Challenges: Wir sollen mit dem Defender auf Sand einen Slalomparcours absolvieren. Speziell allerdings: Am Heck unseres Fahrzeugs werden auf jeder Fahrzeugseite überstehende, waagerechte Stangen montiert. Damit sollen wir in zwei Minuten so viele Slalomtore wie möglich durchfahren, ohne diese mit dem Auto oder den daran montierten Stangen zu berühren. Wir schaffen 15 Tore – und liegen damit im vorderen Mittelfeld der teilnehmenden Journalisten.

Challenges auch ohne Fahrzeug

Die nächste Aufgabe erfordert weniger Lenkkünste als vielmehr Teamwork: Zu zweit und mit je einem Holzbrett ausgerüstet überqueren wir zu Fuss einen Parcours aus Platten. Die Regeln: Wir dürfen den Boden nicht berühren und nur eine Person darf zeitgleich auf einer Platte stehen. Zusammen mit dem Kollegen der «Automobil Revue» erreicht Blick die Tagesbestzeit. Mit dieser Challenge will Land Rover aufzeigen, dass es bei der Defender Trophy nicht nur ums Autofahren geht, sondern auch um Teamwork und Geschicklichkeit.

Zur Trophy anmelden können sich interessierte Offroad-Abenteurerinnen und -Abenteurer bis am 10. März 2026 – vorausgesetzt, sie sind mindestens 23 Jahre alt, haben einen gültigen Fahrausweis und können mindestens 50 Meter weit schwimmen sprechen fliessend Englisch. Zudem muss man in der Anmeldung erklären, warum man die ideale Teilnehmerin oder Teilnehmer sei. Eine erste Auswahl trifft Land Rover selbst, ehe es dann zur Qualifikation nach Spanien geht.

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