Darum gehts
- Camping-Trend: 15 Prozent mehr Buchungen nach Skandinavien für Juli und August
- Seit 2023 stieg die Nachfrage sogar um 68 Prozent
- Kroatien teuerste Camping-Destination: 67 Franken pro Nacht, Norwegen am günstigsten mit 34 Franken
Im Juni ächzte die Schweiz unter einer Hitzewelle. Ferien im kühlen Skandinavien scheinen da gerade besonders attraktiv. Und tatsächlich zieht es immer mehr Camper in den Norden, wie eine neue Auswertung der europäischen Campingplattform Pincamp zeigt, an der auch der TCS beteiligt ist.
Das Resultat: Dieses Jahr wurden für Juli und August auf Pincamp 15 Prozent mehr Reisen in die nordischen Länder Dänemark, Schweden und Norwegen gebucht als im Vorjahr.
Buchungen in den mitteleuropäischen Ländern Deutschland, Österreich, Niederlande und Schweiz stiegen derweil nur um 6 Prozent. Und in Südeuropa (Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Kroatien) nahmen die Buchungen gar um 2 Prozent ab.
68 Prozent mehr als 2023
Noch stärker ist der Trend im langfristigen Vergleich: Seit 2023 ist die Nachfrage nach Campingferien in Skandinavien während der Sommermonate um 68 Prozent gestiegen.
Dennoch ist klar: In absoluten Zahlen bleiben die Länder im Süden das Traumreiseziel für Camper. Zwei Drittel von ihnen zieht es nach Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Kroatien. Skandinavien ist mit 7 Prozent trotz starkem Wachstum noch der kleinste Campingmarkt.
Kroatien am teuersten
Die Dominanz des Südens zeigt sich auch bei den Preisen. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind zahlt in Kroatien im Schnitt 67 Franken und in Italien 57 Franken pro Nacht. Das ist mehr als in der Schweiz (55 Franken)!
Am günstigsten ist Camping in den Sommerferien dagegen in Norwegen (34 Franken), Schweden (37 Franken) und Deutschland (37 Franken). Einziger Wermutstropfen: Schweden kämpft mit einer Einbruchwelle bei Campern – punktet aber weiterhin mit tiefen Wäldern und klaren Seen zum Budgetpreis.