BMW-M-CEO van Meel bestätigt
Die Tage des Handschalters sind gezählt

Die manuelle Schaltung steht bei BMW vor dem Aus. Laut BMW-M-CEO Frank van Meel haben Handschalter in neuen Modellen keine Perspektive. Automatik- und Doppelkupplungsgetriebe bieten mehr Leistung und passen besser zu modernen Konzepten.
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In einem Interview mit australischen Medien gab Frank van Meel, CEO der BMW M GmbH, bekannt, dass Handschalter in BMWs sportlichsten Modellen keine Perspektive mehr haben.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • BMW plant 30 neue Modelle bis 2029, Handschalter verlieren Zukunftsperspektive
  • Moderne Automatikgetriebe sind effizienter und leichter integrierbar in neue Konzepte
  • Aktuell 50 Prozent Handschalteranteil bei BMW M2, M3 und M4-Modellen
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Juan ThomasRedaktor Auto & Mobilität

Die neuesten Nachrichten aus dem Hause BMW dürften vielen Fans der Marke das Herz brechen. In einem Interview mit der australischen Plattform Carsales gab Frank van Meel, CEO von BMWs Sporttochter M GmbH, bekannt, dass die Zukunft des Handschalters auf der Kippe steht: «Aus technischer Sicht ergibt ein Schaltgetriebe eigentlich keinen Sinn.» In den kommenden drei Jahren plane man zwar, rund 30 neue Modelle mit Elektro- und Verbrennungsmotoren auf den Markt zu bringen. Doch bei den Verbrennervarianten hat das manuelle Getriebe als Option laut van Meel kaum noch eine langfristige Perspektive.

Automatikgetriebe ist einfacher

Die manuelle Schaltung gilt für viele Enthusiasten als zentrales Element des Fahrerlebnisses – schliesslich sorgt sie dafür, dass sich der Fahrer stärker mit Auto und Motor verbunden fühlt. Das sei auch BMW bewusst, betont Frank van Meel, und man wolle den Handschalter noch einige Jahre im Programm behalten.

Gerade bei den Sportwagen aus der BMW-M-Abteilung, bei denen Performance und Effizienz im Vordergrund stünden, sei ein automatisches Getriebe jedoch meist die bessere und zugleich einfachere Lösung. Moderne Automatik- und Doppelkupplungsgetriebe schalten schneller, sind effizienter und lassen sich leichter in neue Antriebskonzepte integrieren.

Zwar liegt der Anteil der Handschalter bei aktuellen Modellen wie M2, M3 und M4 derzeit bei rund 50 Prozent. Für den M-Boss ändert das jedoch wenig an der grundsätzlichen Entwicklung. «In Zukunft wird es ziemlich schwierig werden, komplett neue Getriebe zu entwickeln, weil das Marktsegment recht klein ist und die Zulieferer nicht besonders scharf darauf sind, so etwas zu machen», erklärt van Meel im Interview mit Carsales.

Wenige Hersteller mit Handschalter

Im Jahr 2026 ist die Zahl der Hersteller, die ihre sportlichen Modelle noch mit einem manuellen Getriebe anbieten, überschaubar geworden. Neben BMW halten nur noch wenige sportlich ausgerichtete Marken an der klassischen Schaltung fest. Zu den bekanntesten Modellen zählen etwa der Honda Civic Type R, der Ford Mustang, der puristische Porsche 911 Carrera T, der Lotus Emira oder der Toyota GR Supra.

Doch auch hier zeigt sich: Der Handschalter wird zunehmend zur Nische für Petrolheads und Enthusiasten. Während sich der Markt immer stärker Richtung Automatik und elektrifizierte Antriebe bewegt, dürfte die klassische Handschaltung langfristig vor allem eines bleiben – ein Stück Fahrkultur, das künftig langsam, aber sicher verschwindet.

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