Darum gehts
- TCS-Test 2026: Ein neuer Kindersitz fällt völlig durch
- Gefährlich: «Kinderkraft Mink Pro 2 + Base Mink FX2» ist «nicht empfehlenswert»
- TCS-Datenbank umfasst über 200 Sitze, Kauf im Fachgeschäft empfohlen
Von 26 getesteten Modellen fällt ein Kindersitz beim jüngsten TCS-Crashtest komplett durch. Beim «Kinderkraft Mink Pro 2 + Base Mink FX2» fliegt die Babyschale samt Dummy durchs Auto.
Alle anderen neuen Sitze erhalten mindestens das Prädikat «bedingt empfehlenswert». Testsieger ist der «Foppapedretti Disk Infant i-Size + Tech i-Size» mit vier von fünf Sternen. Dazu muss man wissen: Die Crashtests des TCS gehen klar über die gesetzlichen Zulassungsprüfungen hinaus. Es kommt deshalb vor, dass ein Sitz «nicht empfehlenswert» ist, obwohl er die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt.
Gefährliche Sitze im Netz
Vorsicht bei Modellen aus dem Onlinehandel! Bereits im Herbst 2025 fiel der «Reecle 360» wegen schwerer Mängel auf. Sieben sehr ähnliche Modelle sind laut dem TCS ebenfalls unsicher, darunter «Kidiz 360», «Ding Aiden 360» oder «Xomax 946i». Im Netz werden zudem auch nicht-zugelassene Sitze angeboten, vor denen das Bundesamt für Strassen (Astra) eindringlich warnt.
Ein weiteres Problem sind Schadstoffe: Der «Jané Concord Kombikid» ist vollgepumpt mit dem Flammschutzmittel TDCPP. Dieses ist möglicherweise krebserregend und kann den Hormonhaushalt der Kleinen schädigen. Und dafür gab es trotz guter Crash-Sicherheit einen Punktabzug.
Vor dem Kauf lohnt sich in jedem Fall ein Blick in die TCS-Datenbank. Über 200 geprüfte Kindersitze sind dort inzwischen eingetragen. Ebenfalls wichtig: Den Sitz am eigenen Fahrzeug und mit dem Kind ausprobieren. Das geht nur im Fachgeschäft.