Zu heiss gebadet
Schweizer bei Sex in Maya-Heiligtum in Mexiko erwischt

Ein Schweizer und eine Mexikanerin wurden in der Cenote Zací in Mexiko beim Sex ertappt. Die Polizei griff ein und verhängte eine Strafe. Der Schweizer versuchte, sich mit Schweizer Gesetzen herauszureden – ohne Erfolg. Wie sieht es eigentlich in anderen Ländern aus?
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Die Cenote Zaci in Mexiko gilt als Heiligtum der Maya. Bei Touristen ist der Ort sehr beliebt.
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Darum gehts

  • Schweizer Tourist und Mexikanerin hatten Sex in Cenote Zací, Mexiko
  • Polizei stellte Paar, verhängte Busse und kritisierte Respektlosigkeit gegenüber Heiligtum
  • In Yucatán drohen bis zu 120 CHF Busse und 36 Stunden Arrest
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Daniel MacherRedaktor News

Eigentlich gilt die Cenote Zací im mexikanischen Valladolid als Ort der Ruhe: türkisfarbenes Wasser, üppiges Grün, ein ehemaliges Heiligtum der Maya. Doch kürzlich wurde die Idylle jäh gestört. Ein Schweizer Tourist und eine frisch kennengelernte Mexikanerin aus Puebla liessen sich im beliebten Naturbecken zu sehr treiben – und hatten mitten im Wasser Sex.

Ein Polizist, der den Touristenhotspot an der zentralen Calle 36 kontrollierte, erwischte das Paar auf frischer Tat. Der Schweizer versuchte sich noch herauszureden: «In der Schweiz ist das nicht verboten!» Eine Ausrede, die weder in Mexiko noch zu Hause zieht. Denn auch hierzulande ist Sex in der Öffentlichkeit strafbar.

Heisse Schäferstündchen unerwünscht

Die Beamten unterbrachen das Treiben, führten die beiden ab und warfen ihnen «Verstösse gegen Moral und Exhibitionismus» vor. Nach einer Nacht in den Separos und einer administrativen Busse, deren Höhe nicht bekannt ist, kamen sie wieder frei. In den sozialen Medien sorgte der Vorfall für Hohn und Spott – lokale Stimmen kritisierten vor allem den mangelnden Respekt gegenüber einer als heilig geltenden Stätte.

Dabei sind die Behörden in Yucatán längst sensibilisiert: In Städten wie Mérida drohen für öffentlichen Sex bis zu 2500 Pesos (rund 120 Franken) Busse und bis zu 36 Stunden Arrest. Die Regeln wurden zuletzt sogar verschärft. Die Botschaft ist klar: Wer als Tourist lokale Sitten ignoriert, riskiert Ärger.

Europa: Von saftigen Bussen bis Gefängnis

Auch in Europa wird bei öffentlicher Leidenschaft rasch Schluss mit lustig. Besonders streng ist Spanien – vor allem in Ferienorten. In Benidorm oder Tossa de Mar verbieten kommunale Verordnungen Sex am Strand explizit. Die Folge: Bussen bis zu 75'000 Euro (rund 73'000 Franken). Patrouillen, Kameras und sogar Drohnen kommen zum Einsatz. Erst 2024 musste ein britisches Paar mehrere Tausend Euro zahlen.

Dänemark wirkt liberal, ist es aber nicht: Öffentlicher Sex gilt als Straftat. Wenn sich jemand belästigt fühlt und Anzeige erstattet, drohen bis zu vier Jahre Haft – selbst im Park oder am See.

Und die Schweiz? Auch hier ist der Irrtum weitverbreitet. Sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit gelten als Verstoss gegen die sexuelle Integrität (Art. 191 StGB). Möglich sind Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren, dazu ein Eintrag im Strafregister. Exhibitionistische Handlungen wiegen besonders schwer, wenn Dritte involviert sind.

Asien und muslimische Länder: Null Toleranz

Noch drastischer wird es ausserhalb Europas. Auf den Malediven, beliebt bei Honeymoonern, drohen für Sex ausserhalb der Ehe oder in der Öffentlichkeit bis zu 20 Jahre Gefängnis. Die Scharia prägt das Rechtssystem – auch für Touristen.

In Dubai (VAE) können schon Küsse oder enge Umarmungen Probleme machen. Ein britisches Paar sass 2008 monatelang wegen mutmasslichen Strandsex ein, kam letztlich mit Busse und Ausweisung davon. Haftstrafen von mehreren Jahren sind allerdings möglich.

Singapur kennt beim «obszönen Verhalten» ebenfalls kein Pardon: Bis zu sechs Monate Haft, 2000 Singapur-Dollar Busse (rund 1350 Franken). Männern drohen zusätzlich Stockhiebe. Malaysia geht noch einen Schritt weiter: Bis zu 20 Jahre Haft plus Prügelstrafe für Nacktheit oder Sex in der Öffentlichkeit – oft gefolgt von sofortiger Ausweisung.

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