Darum gehts
- Ein Schwede (32) wurde in Kopenhagen bei einer WM-Feier brutal verprügelt
- Der mutmassliche Täter stellte sich am Freitagmorgen der Polizei
- Das Opfer ist ein Polizist, der in Dänemark in den Ferien war
Brutalo-Attacke während WM-Feierlichkeiten in Kopenhagen: Ein 32-jähriger Schwede wurde derart schlimm zusammengeschlagen, dass er nun mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Spital liegt.
Was ist passiert? Am Dienstag schaute der Mann im Hafenpark Islands Brygge in Kopenhagen das Spiel Norwegen – Elfenbeinküste. Plötzlich brach während des Spiels eine Schlägerei zwischen verschiedenen Fanlagern aus, die völlig eskalierte.
«Nur gekommen, um Ärger zu machen»
Das spätere Opfer, ein Polizist, versuchte offenbar, zu schlichten. Dabei geriet er zwischen die Fronten und wurde brutal verprügelt. Er erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen, wie die Kopenhagener Polizei auf Blick-Anfrage bestätigt.
Gegenüber der Zeitung «Ekstra Bladet» beschrieb ein Zeuge, was passiert ist. Während des Spiels sei plötzlich eine Gruppe von sieben bis acht jungen Männern bei dem Event eingetroffen. «Es war ganz offensichtlich, dass sie nur gekommen waren, um Ärger zu machen. Sie waren nicht da, um Fussball zu schauen.»
Nach dem Siegtreffer für Norwegen sei die Situation eskaliert. Die Gruppe habe begonnen, auf schwedische und norwegische Fans einzuschlagen. «Ein kräftiger Kerl schlug einem Mann in schwedischem Nationaltrikot gegen den Kopf, daraufhin ging er zu Boden.»
Verdächtiger in U-Haft
Nach der Attacke folgte eine tagelange Suche nach dem mutmasslichen Täter (31). Die Polizei veröffentlichte ein Täterbild und suchte auf verschiedenen Kanälen nach dem Verdächtigen.
Am Freitag dann die Nachricht: Der gesuchte Mann hat sich gestellt. Wörtlich heisst es von der Polizei: «Die Person, nach der wir am Mittwoch im Zusammenhang mit dem gewalttätigen Vorfall am Dienstag in Islands Brygge gesucht hatten, stellte sich am Freitagmorgen.» Weiter teilen die Behörden mit: «Der Festgenommene steht unter Verdacht der Gewalttätigkeit und wird vor Gericht gestellt. Eine Anhörung ist für den Nachmittag geplant.»
«Unklar, ob er je wieder aufwachen wird»
Über den Zustand des Opfers kursieren verschiedene Berichte. In der Anhörung am Nachmittag hiess es, dass das Opfer eine schwere Hirnblutung sowie einen Bruch in der Halswirbelsäule, der die Hauptschlagader beeinträchtigt, erlitt. Der Polizist schwebe in akuter Lebensgefahr.
Der Zustand des Opfers sorgt für grosse Verwirrung: Während eine schwedische Polizeibehörde den Mitarbeiter zwischenzeitlich für tot erklärte, ruderte die Kopenhagener Polizei laut «Ekstra Bladet» wieder zurück. Der 32-Jährige sei zwar zunächst für hirntot erklärt worden, habe dann aber plötzlich wieder zu atmen begonnen – ob er je wieder aufwacht, ist völlig unklar.

