Darum gehts
- Zugunglück bei Kagerup, Dänemark: Zwei Züge kollidieren am Donnerstagmorgen frontal
- Mindestens 17 Verletzte, fünf in kritischem Zustand, Ursache noch unklar
- Rettungskräfte mit drei Krankentransportern und Helikoptern im Einsatz
Tragödie in Dänemark. Nördlich von Kopenhagen kollidieren am Donnerstagmorgen zwei Züge auf der Gribskov-Linie. Der Unfall ereignete sich laut der Rundfunkanstalt DR in der Nähe des Ortes Kagerup. Nach Angaben des Katastrophenschutzes der Hauptstadtregion sind zwei Nahverkehrszüge an einer Kreuzung frontal zusammengestossen.
Insgesamt sollen bei dem Unglück mindestens 18 Personen verletzt worden sein. Fünf von ihnen befinden sich in kritischem Zustand. «Das ist aber eine dynamische Zahl», sagt ein zuständiger Arzt vor Ort. «Sie könnte sich jederzeit ändern.»
Genaue Details zu den Verletzungen können zum aktuellen Zeitpunkt nicht genannt werden. Die Kollision habe «viele verschiedene Verletzungen» verursacht, da die Passagiere «herumgeschleudert» wurden, hiess es bei einer Pressekonferenz um 10:30 Uhr.
Gab es eine Signalstörungen?
Wie es zum Unfall gekommen ist, sei aktuell noch unklar. Der Fernsehsender TV2 konnte allerdings mit einigen Reisenden sprechen, die von zahlreichen Signalstörungen auf der betroffenen Strecke berichten. «Ich war mir ziemlich sicher, dass irgendwann etwas passieren würde. Denn es gibt schon so lange morgens Probleme», erzählt eine Pendlerin, die regelmässig die Gribskov-Linie benutzt.
Gegenüber TV2 wollen die Verantwortlichen den mutmasslichen Signalfehler weder bestätigen noch dementieren.
Schweden bietet Hilfe an
Alle Verletzten befinden sich mittlerweile in verschiedenen Spitälern, einige mussten offenbar per Helikopter ausgeflogen werden. Das teilte die Bürgermeisterin der Gemeinde auf Facebook mit.
Die lokalen Rettungskräfte waren mit drei Krankentransportern und mehreren Notarztwagen vor Ort. Ein grosses Polizeiaufgebot rückte ebenfalls zur Unfallstelle aus. Der Einsatzleiter sagte gegenüber TV2, dass die Züge mit offenbar relativ hoher Geschwindigkeit frontal zusammengestossen sind. «Niemand ist eingeklemmt», führte er weiter aus. Schweden habe ausserdem bereits seine Hilfe bei der Bewältigung des Unfalls angeboten.