«Warum hat der Trainer Kane zum Verteidiger gemacht?!»
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WM-Final mit politischer Sprengkraft
Warum Trump auf Argentinien hofft

Der US-Präsident wird den WM-Final im Stadion mitverfolgen und den Pokal übergeben. Holt Spanien den Titel, wird es für ihn unangenehm.
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Donald Trump (l.) und Gianni Infantino am Freitag im Trump Tower.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Donald Trump besucht mit dem Final sein erstes WM-Spiel
  • Trump lobt Messi, kritisiert Spanien als «schrecklichen Nato-Partner»
  • Trump-Freund Milei bleibt zu Hause, Feind Sánchez kommt
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Marco LüssiBlattmacher

Bis jetzt machte Donald Trump (80) sich überraschend rar. Während Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) wenn immer möglich bei gleich zwei Matches pro Tag vor Ort war, besuchte der US-Präsident bisher kein einziges Spiel der WM in seinem Land. Dass er beim heutigen Final zwischen Argentinien und Spanien in New Jersey vor Ort sein wird, ist damit eine Premiere. Trump-Sprecherin Karoline Leavitt (28) verkündete: «Seine Anwesenheit wird die meistgesehene, sicherste und erfolgreichste Weltmeisterschaft in der amerikanischen Geschichte krönen.»

Bereits am Freitag nahm Trump in New York an einem Empfang der Fifa teil, den der Weltfussballverband bezeichnenderweise an einem Ort veranstaltete, der ganz dem Geschmack des US-Präsidenten entsprach – im Trump Tower. In seiner Ansprache dankte der US-Präsident seinem Freund Gianni ganze fünf Mal – unter anderem explizit für seine «gute Entscheidung», die Rot-Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun (25) zurückzunehmen. 

«Viele Super Bowls auf einmal»

Trump bezeichnete diese WM als den «erfolgreichsten Sportanlass der Weltgeschichte», «so gross wie viele Super Bowls auf einmal». Dabei habe er Infantinos Idee, die WM in den USA zu organisieren, zuerst nicht verstanden. «Du bist verrückt, wir sind kein Fussballland», habe er ihm gesagt. 

Er selber verstehe viel von Sport und ein bisschen etwas von Fussball, so Trump weiter. Zudem betonte er, dass es auch in seiner eigenen Familie Talente gebe: «Mein Sohn Barron ist ein sehr guter Fussballer. Und auch mein Schwiegervater war in seiner Jugend ein toller Spieler, auch wenn er es nicht in eine grosse Liga schaffte.» Dann zählte Trump seine persönlichen Lieblingsspieler auf: Cristiano Ronaldo, Lionel Messi – und Harry Kane, mit dem er schon einmal Golf gespielt habe, der aber im letzten Spiel von seinem Trainer leider als Verteidiger eingesetzt worden sei. 

Trump preist Messi

Zwar offenbarte Trump beim Fifa-Empfang nicht, wem er im Final die Daumen drückt – als wäre er ein wahrer Sportsmann, sagte er: «Das beste Team möge gewinnen.» Dennoch ist klar, auf wessen Seite Trumps Sympathien liegen. Über die Spanier sprach er kaum – mit Schadenfreude in Richtung Frankreich erwähnte er einzig, dass sie es geschafft hätten, den grössten Titelfavoriten zu eliminieren. Argentiniens Messi jedoch pries er mehrfach in den höchsten Tönen. 

Trump würde den WM-Pokal also lieber Argentinien überreichen. Dort regiert mit Javier Milei (55) ein Präsident, der politisch ganz auf seiner Linie liegt und dessen Partei die US-Regierung bei den Zwischenwahlen aktiv unterstützt hatte. Umso schlechter dafür sein Verhältnis zu Spanien: Weil das Land zu wenig in die Rüstung investiere, bezeichnete Trump es als «schrecklichen Nato-Partner», er drohte gar damit, die Handelsbeziehungen zu Spanien abzubrechen. 

Milei bleibt zu Hause – aus Aberglauben

Sollten die Argentinier gewinnen, wird Trump jedoch nicht mit seinem Freund Milei feiern können. Dieser bleibt zu Hause, aus Aberglaube. Würde er in die USA reisen, statt sich das Spiel wie üblich an seinem Amtssitz bei Buenos Aires anzusehen, würde dies Unglück bringen, glaubt der Präsident. Wie Milei gegenüber dem argentinischen Radiosender El Observador sagte, pflegt er während der Spiele immer dieselbe Jacke zu tragen. Während des Viertelfinals gegen die Schweiz habe er sie kurz ausgezogen – und prompt sei der Ausgleich der Nati gefallen. 

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez (54), von Trump heftig kritisiert und seinerseits heftiger Trump-Kritiker, wird ebenso im Stadion sein wie König Felipe VI. (58) mit Familie. Werden Spaniens linker Regierungschef und der US-Präsident ihre Differenzen am WM-Final beiseitelegen können – oder kommt es zum Eklat? Die Begegnung zwischen den beiden ist nicht die einzige mit politischer Sprengkraft: Zusammen mit der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum (64) wird auch Mark Carney (61), Regierungschef des WM-Mitveranstalters Kanada, vor Ort sein. Erst am Freitag hat Trump Kanada mit höheren Zöllen gedroht – weil der Rauch kanadischer Waldbrände die Luft in den USA verschmutze. 

Wer auch immer am Sonntag Weltmeister wird, eines ist sicher: Wenn Trump, flankiert von Infantino, zur Übergabe des Pokals an den neuen Weltmeister schreitet, werden Milliarden Menschen vor den Bildschirmen gespannt verfolgen, wie laut die Pfiffe sein werden.

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