Vom Tutu in den Tarnanzug
So wurde aus der Ballerina Tetiana eine Elite-Schützin

Tetiana Khimion war in ihrem früheren Leben eine engagierte Tanzlehrerin. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine ist sie als Scharfschützin tätig. Für die zweifache Mutter hängen beide Berufe enger zusammen, als im ersten Moment gedacht.
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In ihrem früheren Leben war Tetiana Khimion Tanzlehrerin. Jetzt ist sie Scharfschützin bei der ukrainischen Armee.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tetiana Khimion (47) tauscht Tanzschuhe gegen Gewehr seit 2022 in Ukraine
  • Die Ex-Tanzlehrerin wurde im August 2023 offiziell Scharfschützin
  • Über 40 Jahre Tanzkarriere, jetzt Soldatin im andauernden Krieg
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Mattia JutzelerRedaktor News

Zur Verteidigung ihrer Heimat hängt Tetiana Khimion (47) die Tanzschuhe an den Nagel und greift zum Scharfschützengewehr. Im Leben der zweifachen Mutter hat sich seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine vor vier Jahren fast alles verändert.

Khimion tanzt schon seit über 40 Jahren. Sie war Mitglied einer Tanzjury auf internationaler Ebene und führte ein eigenes Studio in der Region Donezk, in dem sie Kinder unterrichtete. So war es zumindest vor dem Angriff von Wladimir Putins Truppen. Am Morgen des 24. Februar 2022 beschliesst sie, der ukrainischen Armee beizutreten.

Scharfschützin als kreativer Beruf

Die zweifache Mutter entscheidet sich für eine Ausbildung zur Scharfschützin. Schon in ihrer Vergangenheit sei sie äusserst treffsicher gewesen. «Wenn wir mit den Kindern im Park spazieren gingen, habe ich manchmal auf dem kleinen Schiessstand dort geschossen», erzählt Khimion der Nachrichtenagentur «AP News». «Ich konnte Ziele treffen und sogar kleine Preise gewinnen.»

Gleichzeitig bringt die 47-Jährige viele Fähigkeiten mit, die für eine Scharfschützin essenziell sind. «Es ist ein sehr kreativer Beruf», erklärt die Ex-Tanzlehrerin. «Ich bin ein kreativer Mensch, ich muss mich ausdrücken. Gleichzeitig ist es sehr mathematisch und ich liebe Mathematik.»

Krieg hinterlässt mentale Spuren

Im August 2023 wurde Khimion offiziell zur Scharfschützin ernannt. Trotz ihrer Leidenschaft für das Soldatenleben hat der andauernde Krieg bei der zweifachen Mutter deutliche Spuren hinterlassen. «Ich habe das Gefühl, meine schönsten Emotionen, Gefühle und Momente bereits erlebt zu haben», erklärt sie.

Ob sie dieses Gefühl der Abgestumpftheit jemals wieder loswird, kann die Scharfschützin noch nicht einschätzen. Sie hofft auf ein baldiges Ende des Krieges. «Ich möchte weiterleben. Ich möchte in die Berge gehen und im Meer schwimmen.»

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