Darum gehts
- US-Grenzpatrouille schoss am Dienstagmorgen in Arizona auf eine Person
- Verletzte Person in kritischem Zustand per Helikopter ins Spital gebracht
- Vorfall nur Tage nach Schüssen auf Alex Pretti (†37)
Bei einem Schusswaffenvorfall, bei dem auch der US-Grenzschutz involviert gewesen sein soll, ist ein Mensch im US-Bundesstaat Arizona Medienberichten zufolge schwer verletzt worden. Er befand sich am Dienstag im kritischen Zustand, wie die US-Sender NBC News und Fox News unter Berufung auf zuständige Behörden vor Ort berichteten. Nun gibt es ein Update: Der Mann war US-Medien zufolge des Menschenschmuggels verdächtigt worden.
Der Zwischenfall ereignete sich nach Angaben des Sheriff-Büros Pima County im Süden des Bundesstaats auf einer Autobahn nahe dem Ort Arivaca, etwa 16 Kilometer von der Grenze zu Mexiko entfernt. Wie die US-Grenzschutzbehörde mitteilte, wollten Beamte am Dienstagvormittag (Ortszeit) einen Wagen stoppen, woraufhin der Fahrer zu Fuss flüchtete. Nach Darstellung der Behörde schoss die Person zuerst – Beamte hätten das Feuer erwidert und sie getroffen.
Bei dem Einsatz seien Beamte am Boden sowie ein Helikopter der Grenzkontrolle (Border Patrol) involviert gewesen, sagte Pima-Sheriff Chris Nanos dem Portal «AZ Mirror» zufolge während einer Pressekonferenz. Bei dem Verdächtigen handele sich um einen 34-Jährigen, der verletzt in ein Spital gebracht worden sei, berichteten US-Medien wie der Sender NBC News. Dem Portal «AZ Mirror» zufolge zeigen Gerichtsakten, dass der Mann im Dezember nach einer früheren Verurteilung wegen Menschenschmuggels aus der Haft geflohen sei.
Das sagt das Sheriffsbüro
Den bisherigen Informationen zufolge hatten Grenzschutzbeamten bereits am Morgen einen Wagen mit mehreren Insassen gesichtet, zitierte NBC News das Sheriffbüro. Als sie den Wagen stoppen wollten, seien die Menschen geflohen. Kurze Zeit darauf habe ein Grenzschutzbeamter dasselbe Auto zu erkennen geglaubt und es stoppen wollen. Dabei sei es dann zu einer kurzen Verfolgungsjagd gekommen, bei der der Verdächtige auch auf den Helikopter geschossen habe und dann selbst getroffen worden sei.
Die Einsätze von ICE-Beamten sowie Grenzschutzbeamten empören und schrecken derzeit viele Menschen in den USA auf. Am Wochenende war der 37-jährige US-Bürger Alex Pretti bei einem Einsatz von Bundesbeamten in Minneapolis im nördlichen Bundesstaat Minnesota getötet worden. Wochen davor hatte ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE ebenfalls in Minneapolis die US-Bürgerin Renée Good in ihrem Auto erschossen.