Obamas äussern sich zum Tod von Alex Pretti (†37)
«Weckruf, dass unsere Kernwerte zunehmend unter Beschuss geraten»

Barack und Michelle Obama rufen nach dem Tod von Alex Pretti (†37) in Minneapolis zu friedlichen Protesten auf. Pretti wurde am Samstag von ICE-Bundesbeamten erschossen. Die Obamas sprechen von einer «herzzerreissenden Tragödie».
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Ex-US-Präsident Barack Obama hat sich zu den Schüssen auf Alex Pretti geäussert.
Foto: Bloomberg via Getty Images

Darum gehts

  • Barack und Michelle Obama rufen zu friedlichen Protesten nach Prettis Tod auf
  • US-Regierung verteidigt Beamte, doch Videos widersprechen der Selbstverteidigungsthese
  • Alex Pretti (37) und Renée Good (37) wurden von Beamten erschossen
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Ex-US-Präsident Barack Obama (64) und seine Frau Michelle (62) rufen nach dem Tod des US-Bürgers Alex Pretti (†37) in Minneapolis zu öffentlichem Protest auf. Jede Amerikanerin und jeder Amerikaner sollte die Welle friedlicher Proteste in der Stadt im Norden der USA und anderen Teilen des Landes unterstützen und daraus Inspiration schöpfen, schrieb das Ehepaar in einem gemeinsamen Statement. 

«Sie sind eine zeitgemässe Erinnerung daran, dass es letztlich an jedem und jeder von uns als Bürgerinnen und Bürgern liegt, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen, unsere grundlegenden Freiheiten zu schützen und unsere Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.»

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US-Regierung verteidigt Beamte

Am Samstagmorgen starb Pretti durch Schüsse von Bundesbeamten in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota. Die US-Regierung stellt die tödlichen Schüsse als Selbstverteidigung dar. Videomaterial im Netz von der Szene erwecken einen anderen Eindruck. 

Die Obamas schrieben: «Die Tötung von Alex Pretti ist eine herzzerreissende Tragödie.» Es sollte ein «Weckruf» für jeden Amerikaner unabhängig von der Parteirichtung sein, dass viele der Kernwerte als Nation gerade zunehmend unter Beschuss gerieten. 

Öffentliche Sicherheit: «Wir erleben das Gegenteil»

Die Obamas betonten, dass die Bundesseite eigentlich mit lokalen Behörden und denen des Bundesstaates zusammenarbeiten sollten, um öffentliche Sicherheit herzustellen. «Genau das sehen wir in Minnesota nicht. Tatsächlich erleben wir das Gegenteil.» 

Der Demokrat Obama, der von 2009 bis 2017 Präsident der Vereinigten Staaten war, betonte mit seiner Frau auch: «Seit Wochen sind Menschen im ganzen Land zu Recht über das Schauspiel maskierter ICE-Rekruten und anderer Bundesbeamter empört, die straffrei handeln und Taktiken anwenden, die darauf ausgelegt zu sein scheinen, die Bewohner einer grossen amerikanischen Stadt einzuschüchtern, zu schikanieren, zu provozieren und zu gefährden.» 

Die Obamas kritisierten, US-Präsident Donald Trump (79) und seine Regierung schienen darauf aus zu sein, die Situation weiter zu eskalieren. Sie gäben öffentliche Erklärungen zu den Erschiessungen von Herrn Pretti und Renée Good (†37) ab, die auf keiner ernsthaften Untersuchung beruhten – und die durch Videomaterial widerlegt zu werden scheinen. Sie betonten: «Das muss aufhören.»

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