VO Trump beleidigt Protester
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«Der ist aber fett»:Trump demütigt Frau gleich doppelt

Er stürzt sich in Wahlkampf, hält Rallyes und bezeichnet Umfragewerte als «fake»
Droht Trump bei den Midterms dramatische Klatsche?

Wenige Wochen vor den Zwischenwahlen in den USA liegen die Demokraten in Umfragen vor den Republikanern. Es gibt gute Chancen auf Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses – Donald Trump nennt das «fake».
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Trump tanzt an einer Wahlkampfveranstaltung.
Foto: AP Photo/Mark Schiefelbein

Darum gehts

  • Umfragen sehen Demokraten klar vorn, Prognosen geben Chancen auf beide Kammern bei den Midterms
  • Die Midterms entscheiden direkt über Trumps Mehrheiten im Kongress und seine Regierungsfähigkeit
  • Trump weist die schlechten Umfragewerte als fake zurück und wirbt in mehreren Staaten um Sitze
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Janine EnderliRedaktorin News

Wenige Wochen vor den Midterms befinden sich die Republikaner in einem Umfragetief. Viele US-Experten erwarten einen deutlichen Sieg der Demokraten in beiden Kammern. Wie sehen sich die Umfragen aus und wie kommentiert US-Präsident Donald Trump (80) das Ganze? Ein Überblick.

1.

Wie sehen die aktuellen Umfragewerte aus?

Umfragen können Hinweise darauf liefern, wie die Stimmung im Land ausfällt. Vor den Midterms hat es praktisch jeden Tag neue Werte. Was sie gemeinsam haben: die Republikaner haben keinen Grund zur Freude. Bei der Parteipräferenz liegen die Demokraten aktuell mit 8,5 Prozentpunkten vorne.

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Laut der Wahl-Webseite Decision Desk HQ dürfte der Vorsprung ausreichen, um das Repräsentantenhaus zu übernehmen.

Im Senat ist es knapper. Aber auch dort prognostizieren verschiedene Plattformen einen hauchdünnen Vorsprung für die Demokraten.

In den USA gibt es verschiedene Umfrage-Seiten, die je mit eigenen Modellen arbeiten. Diese Plattformen errechnen meist aus vielen verschiedenen Umfragen einen Gesamtdurchschnitt. Dabei schauen sie auf den Abstand zwischen der führenden und der zurückliegenden Partei.

Klar ist: Historisch gesehen verliert die Partei des amtierenden Präsidenten bei den Midterms fast immer Sitze im Kongress. Die Wählerschaft der Opposition ist meist motivierter, die Basis des Präsidenten träger.

2.

Warum ist das für Trump brisant?

Bei dieser Wahl wird der US-Kongress neu bestimmt – also alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie etwa ein Drittel des Senats. Da der Kongress für die Gesetzgebung, den Haushalt und die Kontrolle der Exekutive zuständig ist, entscheiden die Midterms direkt über die Verhandlungs- und Regierungsfähigkeit von US-Präsident Donald Trump. Hält seine Partei die Mehrheiten in beiden Kammern, kann er Vorhaben umsetzen. Gewinnen hingegen die Demokraten die Kontrolle über mindestens eine Kammer, können sie politische Vorhaben und Finanzen blockieren sowie parlamentarische Untersuchungen einleiten. Sollte Trump die Mehrheiten verlieren, bleiben ihm im Wesentlichen Exekutiv-Dekrete oder sein Vetorecht als Gegenmittel.

3.

Was sagt Trump dazu?

Trump stürzt sich voll in den Wahlkampf. In den vergangenen Tagen reiste er in zahlreiche Bundesstaaten und hielt Rallyes – unter anderem auch in Alaska. Alaska gilt zwar als traditionell konservativ, doch das Senatsrennen zwischen dem republikanischen Senator Dan Sullivan und seiner demokratischen Herausfordererin Mary Peltola ist laut Umfragen eng. Da die Republikaner um jeden Sitz im Senat bangen, kann sich die Partei keine Schlappe in Alaska leisten.

Angesprochen auf die schlechten Umfragewerte winkt Trump nur ab. Es seien sowieso alle Umfragen «fake».

4.

Was bei diesen Midterms auffällig ist

Dass die Demokraten selbst in republikanischen Staaten wie Texas oder Ohio Chancen auf Senatssitze haben, gilt als aussergewöhnlich. In Texas gerät der republikanische Kandidat Ken Paxton durch Skandale unter Druck, während sein demokratischer Herausforderer James Talarico unabhängige Wähler ansprechen kann. In Ohio wiederum profitiert der Demokrat Sherrod Brown von seinem volksnahen Arbeiter-Image.

Die Unzufriedenheit treibt demokratische Wähler an die Urnen, während enttäuschte Republikaner eher zu Hause bleiben – selbst in konservativen Hochburgen.

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