Darum gehts
- Flugzeugfenster bricht Mitte Juli, Passagier fast aus 4500 Metern gerissen
- Triebwerksteile und Vogelreste verursachten Schäden am Rumpf und Fenster
- Passagier mit Halsverletzungen, sechs Wochen Halskrause, psychische Folgen
Ljubisa K*. erlebte Mitte Juli einen wortwörtlichen Alptraumflug. Auf einer Reise von Thessaloniki in Griechenland nach Memmingen in Deutschland zerbrach plötzlich eines der Fenster des Flugzeugs. K. wurde anschliessend beinahe aus der Maschine gezogen. Sein Kopf und sein rechter Arm waren draussen – und das in rund 4500 Metern Höhe.
Jetzt enthüllt ein Bericht aus den USA, warum das Fenster kaputt ging. Teile des Triebwerks trafen wohl die Scheibe. Ein Triebwerksflügel sei nach dem Start abgebrochen und habe Teile umhergeschleudert. Das berichtet unter anderem die «Bild». Die Trümmerteile beschädigten auch den Rumpf der Maschine an mehreren Stellen.
Die Ermittler fanden zudem Vogelreste im Inneren des Triebwerks. Das liesse darauf schliessen, dass die Maschine beim Start Vögel getroffen haben könnte. Das könnte den Schaden verursacht haben.
«Ich funktioniere einfach nicht richtig»
Den Grund für seinen schrecklichen Unfall zu wissen, ist für K. selbst aber wahrscheinlich nur ein schwacher Trost. Wenige Tage nach dem Vorfall meldete er sich zu Wort. Der Vorfall hat Spuren hinterlassen. «Ich habe keine Konzentration. Meine Aufmerksamkeit hält bei nichts. Das heisst, ich funktioniere einfach nicht richtig», erzählte er.
K. könne nicht mehr schlafen, habe ständig Schwindel und Albträume, sobald er die Augen schliesse. Immer wieder hat er das, was er an Bord des Fliegers erlebte, vor Augen. Er muss jetzt sechs Wochen die Halskrause tragen, Grund ist eine Verletzung am Hals. Auch seine rechte Hand sei verletzt, ein Teil sogar verbrannt worden.
* Name bekannt