Darum gehts
- Erste rein weibliche Drohnencrew der Ukraine kämpft täglich gegen russische Truppen
- Mitglied Tanja empfindet «Freude», wenn Drohnen gegnerische Stellungen zerstören
- Bis zu acht Kamikaze-Drohnen täglich gegen feindliche Ziele im Einsatz
Für die erste weibliche Drohnencrew der ukrainischen Nationalgarde ist das Töten Alltag. Die drei jungen Frauen liessen Job und Studium hinter sich, um für ihr Land zu kämpfen.
Eine von ihnen ist Oleksandra, die vor dem Kampfeinsatz in der Schweiz Kunst studierte. An ihrer Universität begann sie, Spenden zu sammeln. Doch auf Dauer reichte ihr das nicht.
«Freude und Nutzen, wenn ich mit den Mädchen etwas treffe»
«Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht genug tue, also bin ich zurückgekehrt», sagt sie in einem Beitrag der Nachrichtensendung «Newstime» von ProSieben. Heute kümmert sie sich um die Sprengsätze für die Drohnen.
Ihre Kameradin Tanja hat gerade das Journalismusstudium beendet. Sie steuert die Drohnen und trifft dabei auch Gegner. Sie fühle nichts dabei, sagt sie zunächst zum Kamerateam. «Wobei eigentlich doch: Freude und Nutzen, wenn ich mit den Mädchen etwas treffe», schiebt sie nach. «Das heisst, dass wir etwas zerstört haben, das unseren Kameraden und Schwestern, die noch näher an der Kontaktlinie kämpfen, keinen Schaden mehr zufügen kann.»
Ballerina wird zur Scharfschützin
Bis zu acht Kamikaze-Drohnen setzen sie täglich gegen feindliche Stellungen ein. Daria, die Leiterin der kleinen Truppe, ist gegen Gebietsabtretungen bei Verhandlungen.
Frauen kämpfen im ukrainischen Militär in unterschiedlichsten Einheiten. Ein weiteres prominentes Beispiel ist Tetiana Khimion (47), die von der Ballerina und Tanzlehrerin zur Scharfschützin wurde. Sie beschloss bereits am ersten Tag des russischen Überfalls auf die Ukraine, dem 24. Februar 2022, der ukrainischen Armee beizutreten.