Überfüllte Strände, leidende Einheimische, Saufexzesse
Mallorca sperrt Parkplätze für Touristen

Mallorca will gegen Massentourismus vorgehen. In Alcúdi im Norden der Insel sind 2000 Parkplätze neu nur für Einheimische reserviert. Wer ohne Berechtigung parkiert, riskiert hohe Bussgelder.
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Parkplätze in Alcúdia sind künftig für Einheimische reserviert (Symbolbild).
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mallorca sperrt rund 2000 Parkplätze in Alcúdia für Touristen
  • Bussen von bis 200 Euro drohen bei Parkverstössen auf reservierten Flächen
  • Touristensteuer steigt 2026 auf bis zu 6 Euro pro Nacht
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Janine EnderliRedaktorin News

Erhöhte Touristensteuer, strenge Strandregeln und Verbote von neuen Ferienunterkünften. Mallorca hat dem Overtourism den Kampf erklärt. Eine neue Massnahme sorgt nun zusätzlich für Aufsehen: In der beliebten Stadt Alcúdia im Norden der Insel sperren die Behörden Parkplätze für Touristen. Nur noch Einheimische dürfen dort parkieren, wie das «Mallorca Magazin» berichtet. Blick zeigt, wie die Ferieninsel gegen die Touristenströme vorgehen möchte. 

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Parkplätze nur noch für Einheimische

Die Gemeinde reserviert rund 2000 Parkplätze ausschliesslich für Anwohner. Gleichzeitig werden auch die Kontrollen verschärft. Wer erwischt wird, muss bis zu 200 Euro Busse zahlen. Residenten brauchen eine entsprechende Berechtigung, ihr Auto auf den Stellplätzen zu parkieren. Ansonsten drohen auch ihnen Bussen. 

Mit grünen Markierungen auf dem Boden werden die betroffenen Parkplätze hervorgehoben. Schilder in mehreren Sprachen sollen zudem klarmachen, dass die Plätze nur von registrierten Bewohnern benutzt werden dürfen. 

Die Regelung betrifft sowohl den historischen Stadtkern als auch die Gegend um den Hafen. Die Sperrungen sollen stetig ausgeweitet werden. 

Hintergrund der Massnahme ist die zunehmende Parkplatznot. Offenbar war es Einheimischen fast nicht mehr möglich, einen Parkplatz vor ihrer Wohnung oder ihrem Arbeitsplatz zu finden. 

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Erhöhte Preise an Stränden

Die allgemeine Touristensteuer soll in Mallorca je nach Unterkunft auf bis zu rund 6 Euro pro Person und Nacht steigen. Ein Liegestuhl am Strand kostet 2026 10 Euro pro Tag. Ein Strandtag mit zwei Liegen plus Schirm kann also schnell ins Geld gehen und mit bis zu 30 Euro zu Buche schlagen. Diese Massnahme soll die Überfüllung an den Stränden eindämmen. 

Gleichzeitig setzt man durch Investitionen in die Pflege der Strände auf ein attraktiveres Erscheinungsbild. 

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Strenge Alkoholregeln

Auch beim Thema Alkohol gilt die Devise: Der Tourismus soll durch strenge Regeln aufgewertet werden. In Partyzonen wie der Playa de Palma (Ballermann) oder Magaluf dürfen Urlauber auf offener Strasse nicht trinken. Die Lebensqualität von Einheimischen soll geschützt werden. 

Ein Verstoss kann eine Busse von bis zu 1500 Euro zur Folge haben. Zudem ist der Alkoholverkauf in Läden nachts eingeschränkt und Hotels dürfen Alkohol nur noch in begrenzten Mengen pro Mahlzeit ausschenken.

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Kleiderregeln

In der Hauptstadt Palma und an anderen Partyorten sind Oben-ohne-Auftritte sowie das Tragen von Badekleidung abseits des Strandes verboten und können wiederum zu Strafen führen. Wer abends am Ballermann (Playa de Palma) essen gehen möchte, setzt am besten auf dezente Kleidung. Viele Lokale haben einen Dresscode und können dir den Zutritt verweigern, wenn du beispielsweise im Fussballtrikot oder Ballermann-Shirt vor dem Restaurant auftauchst. 

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Digitale Tools mit Echtzeitinfos

Digitale Tools wie die App «Beaches Mallorca» sollen Urlauber und Einheimische mit Echtzeitinformationen über Hotspots und Strände versorgen, etwa zu Besucheraufkommen an exponierten Orten. Ziel ist es, das Gedränge zu entzerren und dass sich die Besucher auf verschiedene Tageszeiten verteilen.

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