Darum gehts
- Donald Trump will Strasse von Hormus als US-Territorium erklären
- Iran erleide eine «schwere Niederlage»
- 20 Prozent des Welt-Erdöls fliessen in Friedenszeiten durch die Meerenge
Donald Trump (80) sorgt mit einer neuen Aussage zum Iran-Krieg für Aufsehen. Bei einer Veranstaltung in New Jersey kündigte der US-Präsident die Übernahme der Strasse von Hormus an.
«Nachdem wir den Iran besiegt haben – der gerade eine schwere Niederlage erleidet –, werde ich die Strasse von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären», sagte Trump laut einem Bericht der «New York Post» am Freitag.
Alles nur ein Scherz?
Ähnliche Ideen hatte er bereits im März gewälzt. Damals schlug Trump vor, die Wasserstrasse in «Strasse von Amerika» umzubenennen.
Brian Schwartz, Reporter des für gewöhnlich gut informierten «Wall Street Journal», schrieb auf der Plattform X, ein hochrangiger US-Beamter habe ihm gesagt, dass es sich bei Trumps Aussage um einen «Scherz» gehandelt habe. Konkret schrieb Schwartz: «Präsident Trump hat sich nach dem Krieg nicht mit seinen Beratern über die Erklärung der Strasse von Hormuz zum US-Territorium beraten und hat heute in seiner Rede in New York darüber gescherzt.» Trump soll nach seiner Bemerkung gekichert haben, behauptete Schwarzt weiter.
Katastrophale Zustände auf US-Kriegsschiff
In Friedenszeiten werden rund 20 Prozent des Erdöls für den Weltmarkt durch die Strasse von Hormus verschifft. Doch wegen des Iran-Krieges fahren aktuell nur noch vereinzelt Schiffe durch die Meerenge.
Zuletzt sorgten im Iran-Krieg die Zustände auf dem US-Flugzeugträger Abraham Lincoln für Aufsehen. Verschimmelte Duschen, rationierte Mahlzeiten, harte Schichten und der lange Einsatz würden der Besatzung schwer zu schaffen machen. Trump spielte die Probleme herunter und kündigte die baldige Ablösung der Abraham Lincoln an.