Trump verhindert Eskalation im letzten Moment
«Du musst vorsichtig sein, sonst bist du bald auf dich allein gestellt»

Trump hat im letzten Moment eine Eskalation zwischen Israel und dem Iran gestoppt. Nach gegenseitigen Angriffen drohte eine totale Eskalation. Trump warnte Premier Netanyahu am Montag erneut eindringlich vor weiteren Schritten. Ein Protokoll der Geschehnisse.
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Die Interessen Trumps und Netanyahus driften zunehmend auseinander.
Foto: AFP via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump stoppte am 8. Juni Eskalation zwischen Israel und Iran telefonisch
  • Israel griff Teheran und petrochemischen Komplex an, Iran reagierte mit Raketen
  • Trump warnte Netanyahu: «Sonst wirst du bald auf dich allein gestellt sein»
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Janine EnderliRedaktorin News

Die vergangenen 24 Stunden haben gezeigt, wie schnell der Konflikt im Nahen Osten wieder ausser Kontrolle geraten könnte. Am Montag gelang es US-Präsident Donald Trump (79) offenbar in letzter Minute, Israel und Iran von einer weiteren Eskalation abzuhalten. Die Geschehnisse im Überblick.

Sonntagmorgen, 7. Juni

Auslöser der jüngsten Krise war laut dem US-Magazin «Axios» ein israelischer Angriff auf ein Hisbollah-Ziel in Beirut am Sonntagmorgen. Nach Angaben von Insidern wurde das US-Zentralkommando darüber informiert, nicht aber das Weisse Haus. Trump soll über den Einsatz verärgert gewesen sein.

Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel. Die Eskalationsspirale begann sich zu drehen. 

Sonntagabend, 7. Juni

Am Sonntagabend griff Trump persönlich zum Telefon, um den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu vor einer Vergeltungsaktion zu warnen. Er forderte Netanyahu auf, auf Gegenangriffe zu verzichten. Netanyahu hielt dagegen. Ein Verzicht auf Vergeltung würde aus seiner Sicht Schwäche signalisieren und den Iran ermutigen, so «Axios». Also entschied sich Israel zu Angriffen. 

Montagmorgen, 8. Juni

Israel griff anschliessend Ziele in Teheran und einen wichtigen petrochemischen Komplex im Iran an. 

Montagabend, 8. Juni

Am Montag rief Trump Netanyahu erneut an. Laut «Axios» soll er ihm gesagt haben: «Bibi, du solltest vorsichtig sein. Sonst wirst du bald auf dich allein gestellt sein.» Am Ende lenkte Netanyahu offenbar ein und stoppte die Vorbereitungen.

Für viele Beobachter zeigt die Krise vor allem eines: Die Interessen Trumps und Netanyahus driften zunehmend auseinander. Ein US-Regierungsvertreter stellte gegenüber «Axios» fest: «Netanyahu braucht den Krieg, um politisch in Israel zu überleben. Trump braucht das Ende des Krieges, um politisch in den USA zu überleben.»

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