Trump-Sohn auf geheimer Mission im Niederdorf
Trump Juniors Besuch in Zürich ist der Horror für den Secret Service

Am Donnerstag nimmt Donald Trump Jr. an einem Wirtschaftstreffen in Zürich teil. Es herrscht allerhöchste Diskretion. Für die amerikanischen Bodyguards vom Secret Service dürfte der Besuch trotzdem zum Albtraum werden.
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Donald Trump Jr. reist diese Woche in die Schweiz.
Foto: AFP via Getty Images

Darum gehts

  • Donald Trump Jr. besucht Zürich für ein Wirtschaftstreffen im Zunfthaus zur Saffran
  • Strenge Sicherheitsvorkehrungen wegen seiner Verbindungen zum US-Präsidenten
  • Thema: Milliarden-Deals, Tech-Investitionen und mögliche politische Einflussnahme
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Guido FelderAusland-Redaktor

Eben noch unter der Sonne der Karibik, jetzt im regnerischen Zürich: Nach seiner Hochzeit mit der Influencerin Bettina Anderson (39) auf den Bahamas reist Donald Trumps (79) Sohn Donald Jr. (48) zu einem Wirtschaftstreffen mit Investoren und Wirtschaftsbossen in die Schweiz. Ort: Zunfthaus zur Saffran, gleich beim Rathaus.

Veranstaltet wird der Exklusiv-Gipfel von der Davos Lodge, einer Netzwerkorganisation für Wirtschafts- und Politik-Eliten. Viel über den Anlass und die Gäste ist nicht bekannt. Organisatorin Irene Vantaraki sagt gegenüber finews.ch nur: «Das Format ist ohne Spektakel, ohne überinszeniertes Programm und ohne übertriebene Markenpräsenz. Wir bieten Privatsphäre, Präzision und unmittelbaren Zugang zu echten Entscheidungsträgern.» Eintritt gibts nur auf Einladung.

Es ist nicht der erste Besuch von Donald Jr. in der Schweiz. Schon im November 2025 traf er in Zürich Schweizer Unternehmer, um über Investitionen in den USA zu diskutieren. Dabei traf Trump Jr. auch SVP-Nationalrat Thomas Matter (60).

Albtraum Niederdorf

Wenn Trumps Sohn kommt, sind die Sicherheitsdienste aus der Schweiz und den USA in Stellung: Als unmittelbarer Familienangehöriger des US-Präsidenten geniesst Donald Jr. völkerrechtlichen Schutz.

Heisst: Der älteste Trump-Sprössling wird mit einer eigenen, bestens ausgerüsteten Leibwache des Secret Service aus den USA anreisen. Details über die Bewachung werden nicht bekannt gegeben. Doch sicher ist: Trumps Agenten werden das Zunfthaus sowie die Umgebung im Vorfeld minuziös inspizieren. Die Polizei traf ebenfalls Abklärungen – auch zu Wasser: Am Mittwochnachmittag erkundete sie das Limmatufer per Boot.

Für Personenschützer lautet der Grundsatz: Abstand schaffen. Doch das historische Zunfthaus aus dem 18. Jahrhundert liegt zwischen dem Niederdorf und der Limmat – mitten im dichtesten und am meistfrequentierten Teil der Zürcher Altstadt. Die Arbeit wird für Trumps Sicherheitspersonal zum Horror.

Rund um das Zunfthaus befinden sich in unmittelbarer Nähe Gebäude mit vielen Fenstern und Dachterrassen. Trumps Bodyguards müssen nicht nur die Strasse überwachen, sondern auch die anliegenden Häuser genau beobachten. Bei einem Ereignis wäre eine Flucht kompliziert, die engen Gassen sowie die naheliegenden Brücken könnten zum Nadelöhr werden.

Fedpol ist in Bereitschaft

Die Koordination des Schutzes liegt beim Bundesamt für Polizei (fedpol), das mit den kantonalen Behörden sowie den US-Sicherheitsleuten zusammenarbeitet. Auskunft gibt es aus «taktischen Gründen sowie aufgrund des Amtsgeheimnisschutzes» keine. Die Kosten für den Schutz tragen laut fedpol grundsätzlich «Private, die die zu schützenden Personen einladen». Das bedeutet, dass Davos Lodge als Veranstalter dafür aufkommen dürfte.

Rund um das Treffen herrscht höchste Diskretion. Beim Zunfthaus heisst es nur, dass man das Personal instruiert habe.

Offizielle Treffen mit Schweizer Bundesbehörden sind nicht geplant. Auch mit lokalen Behörden nicht. So sei beim Stadtpräsidium Zürich keine entsprechende Anfrage eingegangen, wie es auf Anfrage von Blick heisst.

Umstrittener Besuch

Hinter dem Besuch von Trump Jr. steckt jedoch weit mehr als nur die Teilnahme an einem Wirtschaftspanel. Es geht primär um das Kerngeschäft der Trump-Familie: Einfluss, Deals und frisches Kapital.

Der Aufenthalt lässt sich auf zwei strategische Ziele herunterbrechen:

  • Milliarden-Deals für das Familienimperium: Während sein Vater im Weissen Haus politisch agiert, zieht «Don Jr.» die Fäden in der Trump-Organisation. Da das Unternehmen aktuell Luxusprojekte im Nahen Osten forciert, nutzt er das Zürcher Parkett, um finanzstarke Investoren an Bord zu holen.
  • Finanzierung für Tech und Krypto: Trump Jr. positioniert sich zunehmend als Investor in Zukunftsmärkten. Beim exklusiven Roundtable sucht er gezielt den Kontakt zu Vermögensverwaltern, um Kapital für Krypto-Plattformen, Drohnentechnologie und Rohstoff-Start-ups zu sichern.

Der Besuch sorgt deshalb auch für scharfe Kritik. Ethikexperten sehen in dem Treffen eine problematische Vermischung von Business und Politik. Der Verdacht steht im Raum, dass sich internationale Geldgeber durch Investitionen in die privaten Projekte des Sohnes politischen Einfluss beim Vater im Weissen Haus erkaufen wollen.

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