Darum gehts
- USA verhaften Maduro am 3. Januar in Caracas wegen Drogenhandels
- Maduro ignorierte Trumps Ultimatum für Rückzug und Exil in Türkei
- 63-jähriger Ex-Präsident verspottete USA mit Tanz, laut Trump-Team
Waren die Tänzchen von Nicolás Maduro (63) der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte? Während sich die Situation zwischen Venezuela und den USA im Laufe des Dezembers immer weiter anspannte, trat der ehemalige venezolanische Präsident regelmässig vor seiner Anhängerschaft auf. Die Tanzeinlagen, die er auf der Bühne häufig zum Besten gab, erinnerten dabei viele an Donald Trump (79). Der US-Präsident ist bekannt dafür, im Rampenlicht selbst gerne das Tanzbein zu schwingen, besonders zu seinem Lieblingslied «Y.M.C.A.» der Band «Village People».
Auch Trump selbst fühlte sich von Maduro wohl verspottet. Wie die «New York Times» berichtet, haben unter anderem die öffentlichen Tanzeinlagen des ehemaligen venezolanischen Präsidenten zur Militäroperation am 3. Januar geführt. Einige Mitglieder des Trump-Teams waren offenbar überzeugt davon, dass Maduro die USA verhöhne und ihre militärischen Drohungen für einen Bluff halte. Das Weisse Haus habe daher beschlossen, ernst zu machen.
US-Ultimatum abgelehnt
Maduro schwang also tatsächlich einmal zu viel das Tanzbein. Am Samstagmorgen stürmte ein Elite-Militärteam der USA die Residenz des ehemaligen venezolanischen Präsidenten in der Hauptstadt Caracas. Die Soldaten verhafteten Maduro und seine Frau und brachten beide nach New York, wo sie sich wegen Drogenhandels verantworten müssen.
Hätte der Venezolaner die militärischen Drohungen der USA ernster genommen, wäre ihm dieses Schicksal vielleicht erspart geblieben. Wie die «Times» weiter schreibt, habe Trump Maduro Ende Dezember wohl ein Ultimatum gestellt, sein Amt niederzulegen und in ein «luxuriöses Exil» in der Türkei zu gehen. Maduro hätte abgelehnt.
Keine Freilassung beantragt
Stattdessen stehen Maduro und seine Frau nun in New York vor Gericht. Am Montag bei ihrer ersten Anhörung bekannten sich beide als nicht schuldig. «Ich bin immer noch Präsident meines Landes», erklärte der Politiker laut CNN. Die nächste Anhörung ist für den 17. März angesetzt. Weder Maduro noch seine Frau würden derzeit eine Freilassung gegen Kaution beantragen.
Venezuela befindet sich währenddessen weiterhin in Aufruhr. In der Nacht auf Dienstag waren in der Nähe des Präsidentenpalastes in Caracas Schüsse zu hören. Auf den sozialen Medien kursieren Videos, auf denen zu sehen ist, wie Sicherheitskräfte auf Drohnen schiessen.
Das venezolanische Ministerium für Kommunikation und Information bestätigt gegenüber CNN, die Polizei habe auf Drohnen geschossen, die «ohne Genehmigung flogen». Es sei zu keiner Konfrontation gekommen.