Verzweifelter Funkspruch eines indischen Frachters in der Strasse von Hormus
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«Lasst mich umkehren»:Verzweifelter Funkspruch eines indischen Frachters

Trotz «eklatantem Verstoss»
Trump kündigt neue Verhandlungen mit Iran an

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
vor 39 Minuten

Neue Verhandlungen: Iranische Teilnahme noch unklar

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Während US-Präsident Donald Trump (79) auf Truth Social bereits die nächste Verhandlungsrunde mit dem Iran ankündigt, hält sich Teheran bedeckt. Die Islamische Republik hat bislang noch nicht offiziell bestätigt, an den Gesprächen in Pakistan teilzunehmen. Das berichtet CNN mit Bezug auf mehrere iranische Staatsmedien.

Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

Quellen innerhalb des Irans würden die allgemeinen Aussichten für Gespräche als «nicht besonders positiv» bezeichnen. «Solange die US-Seeblockade andauert, wird der Iran ein zweites Treffen in Islamabad nicht einmal in Erwägung ziehen», soll ein weiterer Informant erklärt haben.

Die Informationen aus dem Iran können von CNN nicht definitiv bestätigt werden. Andere iranische Quellen hatten dem Fernsehsender nämlich mitgeteilt, dass die Islamische Republik definitiv eine Delegation nach Pakistan schicken würde. 

14:37 Uhr

Trump kündigt neue Verhandlungen in Pakistan an

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran gehen in die nächste Runde. Wie US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social ankündigt, werden seine Vertreter am Montag in Pakistan erneut mit der Islamischen Republik verhandeln.

Foto: keystone-sda.ch

«Wir bieten ein sehr faires und vernünftiges Angebot an, und ich hoffe, sie nehmen es an», schreibt der US-Präsident zu den Verhandlungen. «Wenn nicht, werden die Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran zerstören. Schluss mit dem Gutmenschentum!»

Bereits vor einer Woche fanden in Pakistan Verhandlungen zwischen den beiden kriegsführenden Nationen statt. Der Iran und die Vereinigten Staaten konnten sich allerdings trotz 21-stündiger Gespräche nicht auf ein Abkommen einigen. Mein Kollege Daniel Macher hat die Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hier zusammengefasst.

Diese neuen Gespräche finden laut Trump trotz eines «eklatanten Verstosses» des Irans gegen die geltende Waffenruhe statt. Wie der US-Präsident in seinem Post weiter schreibt, hätte das iranische Militär am Samstag «viele Schüsse auf ein französisches Schiff und einen Frachter aus Grossbritannien» abgegeben. 

11:29 Uhr

Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus kommt zum Erliegen

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Geht jetzt wieder nichts mehr? Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus am Sonntagmorgen nahezu zum Erliegen gekommen ist. Der Iran hatte am Samstag seine Entscheidung, die Wasserstrasse wieder zu öffnen revidiert und auf Schiffe geschossen, die versuchten, die Meerenge zu passieren. Der Iran warnte, er werde die Durchfahrten blockieren, solange die USA ihre Blockade für Schiffe, die von iranischen Häfen aus durch die Meerenge fahren wollen, aufrechterhalte.

Erneut geht in der Strasse von Hormus wenig bis gar nichts.
Foto: keystone-sda.ch

Die iranischen Streitkräfte würden entscheiden, ob Schiffe die Route passieren dürften, berichtete die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag. Die Kapitäne der Schiffe würden auf entsprechende Anweisungen warten. In einer Fernsehansprache erklärte der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf (64): «Es ist für andere unmöglich, die Strasse von Hormus zu passieren, während wir es nicht können.»

Die Schliessung der Strasse von Hormus macht nicht nur Kraftstoffe teuer, auch für andere Konsumgüter werden wir, solange die Krise anhält, tiefer in die Tasche greifen müssen. Welche Güter besonders betroffen sind, erfährst du im Artikel meines Kollegen Christian Kolbe

10:45 Uhr

Iranischer Präsident teilt gegen Trump aus

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Der iranische Präsident Massud Peseschkian (71) teilt in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur Isna, die von iranischen Universitätsstudenten betrieben wird, gegen US-Präsident Donald Trump (79) aus. Während eines Besuchs im iranischen Sportministerium sagte Peseschkian: «Trump sagt, der Iran dürfe seine nuklearen Rechte nicht ausüben, aber er antwortet nicht auf die Frage: Wegen welches Verbrechens? Für wen hält er sich, dass er einer Nation ihre gesetzlichen Rechte vorenthält?»

Massud Peseschkian wettert gegen Trump und die Uno.
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Die USA seien ein «blutrünstiger und brutaler Feind». Für Peseschkian ist die Strategie in diesem Krieg klar: «Wir müssen die Situation so handhaben, dass es nicht so wirkt, als wären wir Kriegstreiber. Wir verteidigen uns nur.» Diese Strategie hat auch der Geopolitik-Experte Klemens Fischer erkannt. Im Gespräch mit Blick erklärte er am Samstag, dass Teheran Washington die «Bad-Guy-Rolle» zuschiebe

Peseschkian macht der Uno heftige Vorwürfe. Israel und die USA töteten unschuldige Menschen, Frauen, Kinder und Jugendliche. Den Vereinten Nationen warf er vor, diesbezüglich zu schlafen. «Wo sind die Menschenrechte, von denen sie früher gesprochen haben?», fragt sich der iranische Präsident.

09:01 Uhr

Tankerkapitän fleht: «Lasst mich umkehren»

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Eine in den sozialen Medien verbreitete Audioaufnahme enthüllt, wie ein Tankerkapitän am Samstag in der Strasse von Hormus die Iraner anflehte, umkehren zu dürfen. Am Samstag hatten die Mullahs die wichtige Seestrasse nach einer kurzen Öffnung wieder dichtgemacht und gewarnt, dass jedes Schiff, das sich der Strasse nähere, ins Visier genommen würde. 

Die Sanmar Herald musste umkehren. (Screenshot Vesselfinder)

In dem Funkspruch zwischen dem indischen Kapitän und der iranischen Marine fleht der Seemann um sein Leben. «Dies ist das Motorschiff Sanmar Herald», meldet er zunächst. «Sie haben mir die Erlaubnis zur Abreise erteilt, mein Name steht an zweiter Stelle auf Ihrer Liste. Jetzt feuern sie. Ich kehre um.»

Verzweifelter Funkspruch eines indischen Frachters in der Strasse von Hormus
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«Lasst mich umkehren»:Verzweifelter Funkspruch eines indischen Frachters

Webseiten zum Tracken von Schiffen zeigten, wie der Tanker versuchte, den Persischen Golf durch die Strasse von Hormus zu verlassen. Nach der Konfrontation wendete der Tanker und fuhr aus der Meerenge hinaus. 

Die Marine der iranischen Revolutionsgarde erklärte: «Wir warnen davor, dass kein Schiff, gleich welcher Art, seinen Ankerplatz im Persischen Golf und im Golf von Oman verlassen sollte.» Und weiter: «Jeder Versuch, sich der Strasse von Hormus zu nähern, wird als Zusammenarbeit mit dem Feind betrachtet, und das betreffende Schiff wird ins Visier genommen.»

07:39 Uhr

Ghalibaf: Fortschritte, aber finales Abkommen noch «in weiter Ferne»

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Bei all den Spannungen an der Strasse von Hormus könnte man fast vergessen, dass im Hintergrund weiter Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA laufen. Am Samstagabend hat der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf (64) im iranischen Staatsfernsehen eine Zwischenbilanz gezogen.

«Wir haben Fortschritte in den Verhandlungen erzielt, aber es bestehen weiterhin viele Differenzen und einige grundlegende Punkte sind noch ungeklärt», sagte Ghalibaf. «Wir sind noch lange nicht mit der Debatte fertig.» Ein endgültiges Abkommen liege «noch in weiter Ferne». 

Mohammad Bagher Ghalibaf gilt als Verhandlungsführer Teherans in den Gesprächen mit Washington.
Foto: Iranian Parliament Communication

Ghalibaf stellte die iranische Delegation in dem ausführlichen Interview als geschickte Verhandler dar. «Wir waren auf dem Schlachtfeld siegreich, der Feind hat keines seiner Ziele erreicht, und der Iran hat zudem die Kontrolle über die Strasse von Hormus», so der hochrangige Mullah-Funktionär. Man habe dem Waffenstillstand nur zugestimmt, weil die Amerikaner den Forderungen des Irans nachgekommen seien. 

Eine Öffnung der Strasse von Hormus macht er von der Situation auf dem Schlachtfeld abhängig. Am Samstag hatte der Iran entschieden, die Durchfahrt für Öltanker erneut weitestgehend zu unterbinden.

05:06 Uhr

Harris: Netanyahu hat Trump in Iran-Krieg hineingezogen

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

Die frühere US-Vizepräsidentin Kamala Harris wirft Israels Premierminister Benjamin Netanyahu vor, Präsident Donald Trump gegen den Willen der amerikanischen Bevölkerung in den Krieg mit Iran hineingezogen zu haben. Bei einer Veranstaltung der Demokraten in Detroit erklärte Harris, Trump sei «in einen Krieg eingetreten, in den er von Bibi Netanyahu hineingezogen wurde», und habe damit US-Soldaten unnötigen Risiken ausgesetzt. Der Konflikt entspreche nicht den Interessen oder dem Wunsch der amerikanischen Öffentlichkeit.

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Netanyahu weist diese Darstellung entschieden zurück. Er bezeichnete entsprechende Vorwürfe wiederholt als «Fake News» und betonte, dass die Entscheidung zum militärischen Eingreifen allein von den Vereinigten Staaten getroffen worden sei.

Die zwischen Washington und Teheran ausgehandelte 10-tägige Waffenruhe läuft am Mittwoch aus. In den nächsten Tagen wird eine neue Verhandlungsrunde in Pakistan erwartet. Der iranische Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf sprach im staatlichen Fernsehen von «Fortschritten», betonte jedoch zugleich, dass weiterhin eine «grosse Distanz» zwischen beiden Seiten bestehe. Dennoch erklärte Ghalibaf, dass beide Seiten mittlerweile ein «realistischeres Verständnis» voneinander entwickelt hätten, was als Grundlage für weitere Annäherungen dienen könnte..

01:08 Uhr

Auch Schweizer Kreuzfahrtschiff passiert Meerenge von Hormus

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

Mehrere im Persischen Golf festgesetzte Kreuzfahrtschiffe haben die Strasse von Hormus inzwischen erfolgreich passiert und fahren nun Richtung Europa. Nach Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 von TUI Cruises gelang die Durchfahrt auch der MSC Euribia der Schweizer Reederei MSC. 

Die MSC Euribia der Schweizer Reederei MSC.

Zunächst waren Passagiere an Bord der Schiffe gewesen, die später evakuiert wurden. Bei der Passage durch die Strasse von Hormus blieben nur noch kleine Crews an Bord.

Es ist unklar, ob MSC und TUI Cruises Irans Behörden Geld für die Passage bezahlten. Laut MSC erfolgte die Durchfahrt in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Berichten zufolge war Mein Schiff 4 von TUI Cruises von iranischen Revolutionsgarden noch bedroht worden. 

Vor der Durchfahrt hatten die Schiffe in Dubai, Abu Dhabi und Doha festgesessen, nachdem die Lage im Nahen Osten die Route durch die Meerenge blockiert hatte. MSC hatte wegen der Kriegsrisiken bereits zuvor Einschränkungen für Transporte aus der Golfregion bekanntgegeben.

00:56 Uhr

USA wollen iranische Schiffe entern, Trump spielt Golf

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

US-Präsident Donald Trump gibt sich demonstrativ unbeeindruckt von der neuen Zuspitzung der Lage um den Iran und die Strasse von Hormus: Trump hat das Weisse Haus am Samstagnachmittag verlassen, um in Florida Golf zu spielen. Zuvor hatte im Lagezentrum des Weissen Hauses eine Sondersitzung stattgefunden, in der die erneute Eskalation sowie laufende Verhandlungen mit Teheran besprochen wurden.

18. April 2026: Die Sonne geht hinter Tankern auf, die in der Straße von Hormuz vor der Küste der Insel Qeschm im Iran vor Anker liegen.
Foto: keystone-sda.ch

Der Iran hat mit der erneuten Schliessung der strategisch wichtigen Meerenge auf die US-Blockade iranischer Häfen reagiert. Parallel dazu bereiten sich die US-Streitkräfte laut Regierungsbeamten darauf vor, in den kommenden Tagen iranisch verbundene Öltanker und Handelsschiffe in internationalen Gewässern zu entern und zu beschlagnahmen.

Die Operationen sollen weltweit greifen und auch Schiffe der sogenannten Schattenflotte betreffen, die laut Washington Sanktionen umgehen und Teheran unterstützen, berichtet das «Wall Street Journal». Bereits jetzt sollen Dutzende Schiffe an der Ausfahrt aus iranischen Häfen gehindert worden sein.

18.04.2026, 21:45 Uhr

Neue Drohung des Irans für Strasse in Hormus

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Die Situation in der Strasse von Hormus spitzt sich immer mehr zu. Am Samstagabend untermauerten die Iranischen Revolutionsgarden die Schliessung der Meerenge mit einer deutlichen Drohung. «Entgegen seinen Waffenstillstandsverpflichtungen hat der amerikanische Feind die Seeblockade gegen iranische Schiffe und Häfen nicht aufgehoben. Daher ist die Strasse von Hormus ab heute Abend bis zur Aufhebung dieser Blockade gesperrt», hiess es in einer Medienmitteilung auf Telegram. 

Während Stillstand in der Strasse von Hormus herrscht, droht der Iran mit dem Beschuss aller Schiffe.

Die Iranischen Revolutionsgarden fuhren mit einer scharfen Drohung fort: Jedes Schiff in der Strasse von Hormus werde zum Ziel! «Daher warnen wir, dass kein Schiff seinen Ankerplatz im Persischen Golf und im Arabischen Meer verlassen darf. Jede Annäherung an die Strasse von Hormus wird als Zusammenarbeit mit dem Feind betrachtet, und das betreffende Schiff wird angegriffen», hiess es weiter in der Nachricht. Der Persische Golf und das Arabische Meer werden durch die Strasse von Hormus miteinander verbunden. 

Schiffe und Eigner sollten sich ausschliesslich an den Nachrichten des offiziellen Kanals der Marine der Iranischen Revolutionsgarden richten und die «Erklärungen des amerikanischen Terrorpräsidenten ignorieren», hiess es zum Ende der Mitteilung. 

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