Stimmungsschwankungen, Nervosität und Schlafprobleme
Warum wir nach den Ferien ins Tief fallen

Zurück aus den Ferien – und schon erschöpft? Viele kämpfen nach der Rückkehr mit Schlafproblemen, Stimmungsschwankungen und Nervosität. Experten erklären, was dahintersteckt und geben Tipps, wie der Wiedereinstieg gelingt.
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Ferien, entspannen, Energie tanken: Im Urlaub geht es uns meistens gut.
Foto: IMAGO/Zoonar

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Viele leiden nach den Ferien unter Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Lustlosigkeit
  • Psychiater warnen: Symptome länger als drei Wochen erfordern ärztliche Abklärung
  • Tipps: Sanfter Arbeitsstart, Mini-Auszeiten, Alltag reflektieren für langfristige Zufriedenheit
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Blick Newsdesk

Zurück ins Büro nach den Ferien – für viele ein echter Schock. Während auf Social Media noch Bilder von Stränden, Cocktails und Sonnenuntergängen gezeigt werden, kämpfen Ferienrückkehrer vermehrt mit Schlaflosigkeit, Erschöpfung und Lustlosigkeit. «Ich bin erst drei Tage zurück und fühle mich müder als vor den Ferien», hört man oftmals von Kollegen, die wieder in den Arbeitsalltag starten.

Der sogenannte Post-Holiday-Blues ist keine offizielle Diagnose, erklärt Dr. Aleksandra Anicic, Psychiaterin und Spezialistin für forensische Psychiatrie, im Gespräch mit «Blic». «Es ist kein medizinisch anerkanntes Meldebild, aber wir sehen diese Symptome häufig in der Praxis. Nach den Ferien treten oft Stimmungsschwankungen, Nervosität und Schlafprobleme auf.» Wichtig sei, so Anicic, zu unterscheiden: Wann handelt es sich um normale Anpassungsschwierigkeiten – und wann um ein ernsthaftes Problem?

Besser früher psychologische Hilfe suchen

Dabei seien zwei Kriterien entscheidend: die Intensität der Symptome und ihre Dauer. «Wenn Beschwerden zwei bis drei Tage anhalten, ist das normal. Dauern sie zwei bis drei Wochen, sollte man einen Psychiater aufsuchen.» Die Hemmschwelle, psychologische Hilfe zu suchen, ist jedoch oft hoch. Anicic betont: «Besser einmal zu viel zum Arzt gehen, als Beschwerden zu ignorieren. Alles, was wir verschieben, wird später aufwendiger und teurer.»

Ein weiteres Problem: Viele würden energietechnisch das ganze Jahr «im Minus» leben und hoffen, dass ein zehntägiger Urlaub alles repariere, ergänzt Psychotherapeut Zarko Petrovic. «Wenn die Realität ist, in einen unbefriedigenden Job zurückzukehren, reagiert der Körper mit Widerstand.»

Wie lässt sich der «Kalte-Dusche-Effekt» also vermeiden? Psychologen empfehlen eine sanfte Rückkehr ins Arbeitsleben. Folgende Tipps führen sie auf.

1

Langsame Übergänge

Komm nicht am Sonntagabend aus den Ferien zurück, wenn du am Montag direkt wieder arbeiten musst. Gönn dir einen Übergangstag zu Hause. 

2

Mini-Auszeiten

Plane immer wieder mal Wochenendausflüge oder Kurztrips ein, statt ein Jahr auf die nächsten Ferien zu warten. 

3

Keine Hektik

In den ersten Tagen nur Prioritäten abarbeiten, keine neuen Projekte starten.

4

Alltag reflektieren

Hält das Gefühl der Unzufriedenheit länger an, könnte es laut den Fachleuten Zeit für grössere Veränderungen sein – beruflich oder privat. Laut Anicic liegt das Problem nicht an den Ferien selbst. «Die Frage ist: Sind Ferien die einzigen Lichtblicke im Leben? Flieht man vor einem Alltag, den man eigentlich ändern sollte?» Diese Frage sollten sich viele ehrlich stellen. 

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Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Nachrichtenportal gehört wie Blick zu Ringier. 

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