Darum gehts
- US-Richter veröffentlicht mutmasslichen Abschiedsbrief von Jeffrey Epstein aus 2019
- Echtheit des Briefs unklar, Dokument erst jetzt öffentlich zugänglich gemacht
- Millionen Seiten Epstein-Dokumente veröffentlicht, offizieller Tod als Suizid eingestuft
Neue Wendung im Fall Jeffrey Epstein (1953–2019): Ein US-Richter hat am Mittwoch einen mutmasslichen Abschiedsbrief des verstorbenen Milliardärs veröffentlicht – doch Zweifel bleiben.
Der Zettel soll von Epstein stammen und wurde laut seinem damaligen Zellengenossen in einem Comicbuch entdeckt. Darin schreibt der Sexualstraftäter unter anderem: «They investigated me for months — FOUND NOTHING!!!» – «Sie ermittelten monatelang gegen mich – FANDEN NICHTS!!!» Zudem heisst es: «NO FUN, NOT WORTH IT!!» – «KEIN SPASS, ES LOHNT SICH NICHT!!»
Dazwischen finden sich angebliche Abschiedszeilen wie: «Es ist ein Geschenk, selbst entscheiden zu können, wann man sich verabschiedet», sowie: «Was soll ich denn machen – in Tränen ausbrechen!!»
Jahrelang unter Verschluss
Brisant: Ob Epstein den Text tatsächlich selbst verfasst hat, ist unklar. Die «New York Times» konnte die Echtheit nicht bestätigen, und auch das US-Justizministerium will das Dokument zuvor nie gesehen haben. Dieses hatte in einem beispiellosen Schritt Millionen Seiten an Unterlagen im Zusammenhang mit Epstein veröffentlicht.
Der Zettel soll im Juli 2019 gefunden worden sein – kurz nachdem Epstein mit Verletzungen am Hals in seiner Gefängniszelle entdeckt wurde. Wenige Wochen später wurde er tot aufgefunden. Offiziell gilt sein Tod als Suizid, doch bis heute ranken sich zahlreiche Theorien um die Umstände.
Der damalige Zellengenosse, ein verurteilter Ex-Polizist, erklärte, er habe den Brief entdeckt und später seinen Anwälten übergeben. Diese hätten die Echtheit bestätigt – ohne jedoch zu erläutern, wie. Erst jetzt wurde das Dokument nach einem Gerichtsantrag veröffentlicht.
Auch sieben Jahre nach Epsteins Tod sorgt der Fall weiterhin für Schlagzeilen – und wirft neue Fragen auf.