Darum gehts
- Tschechischer Tourist überlebt in Ägypten gefährliche Begegnung mit Kegelschnecke
- Das Tier zählt zu den giftigsten im Roten Meer
- Es gibt kein Gegengift
Mit dem nahenden Sommer machen sich viele Menschen Gedanken über die nächsten Ferien. Ägypten zählt zweifellos zu einem der beliebtesten Reiseziele für Badebegeisterte. Erfahrene Besucher und Experten warnen jedoch vor den Gefahren, die im Roten Meer lauern können. Ein tschechischer Tourist teilte nun sein erschreckendes Erlebnis via Facebook.
Pavel P.* geriet in eine scheinbar harmlose Situation, die er nie vergessen wird. «Ich spazierte am Strand von Safaga entlang und entdeckte bei Ebbe plötzlich eine wunderschöne Muschel. Ich hob sie auf, steckte sie in meine Badetasche und nahm sie mit zur Sonnenliege.» Weiter beschreibt er in seinem Post: «Ich suchte im Internet Informationen über die Muschel, und nachdem ich fündig wurde, musste ich sie sofort wieder ins Meer werfen.»
Es gibt kein Gegengift
Der Tscheche, der dem Tod nur knapp entgangen war, stufte seine Handlung im Nachhinein als unüberlegt ein. «Macht niemals, wirklich niemals denselben Fehler wie ich.» Es stellte sich heraus, dass es sich bei seiner Muschel um eine Landkarten-Kegelschnecke handelte, die sich jedoch in ihrem Häuschen verkrochen hatte. Die Kegelschnecke gilt als eines der gefährlichsten Tiere im Roten Meer.
«Ich hatte Glück, dass sie tot, unter Schock oder am Schlafen war und mich deshalb nicht gestochen hat.» Gegen das starke Gift der Schnecke gibt es kein Gegengift. Wer gestochen wird, muss hoffen, dass er so lange am Leben bleibt, bis es sich von selbst wieder abgebaut hat.
Ein falscher Schritt kann genügen
Deswegen beschloss er, alle zu warnen, die Ferien in Ägypten planen. «Fasst im Meer keine Tiere oder Pflanzen mit blossen Händen an und tragt Badeschuhe», denn selbst an vermeintlich sicheren Stränden von Resorts könne allerlei Zeug angespült werden. Zudem seien Sandstrände, die sich in der Nähe von Korallenriffen befinden, regelrechte Kegelschnecken-Hochburgen. Auch wenn sie hauptsächlich nachts aktiv sind und sich tagsüber in den Sand vergraben: «Ein Schritt genügt, und man spielt Lotto eins zu vier.»
Abschliessend erklärt er, dass er mit seinem Post keine Panik verbreiten möchte, sondern an einen gesunden Respekt vor der Natur appellieren wolle. Es lohne sich, grundlegende Sicherheitsempfehlungen zu befolgen. Auch wenn es laut Statistiken ein riesiger Zufall wäre, wenn es genau dich treffen würde. Trotzdem: «Was wäre, wenn?» Mit dieser Frage schliesst P. seinen Post – eine Frage, die sich jeder Tourist stellen sollte, bevor er barfuss ins Meer geht.
* Name bekannt
Dieser Artikel erschien zuerst auf Koktejl.azet.sk. Das slowakische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.