Darum gehts
- Sara Khalifa (32) in Ägypten wegen Drogendelikten zum Tode verurteilt
- 750 Kilogramm Drogen in Wohnung des Netzwerks beschlagnahmt
- 492 Todesurteile im Jahr 2025
Die ägyptische TV-Moderatorin Sara Khalifa (32) wurde, zusammen mit elf weiteren Personen, wegen ihrer angeblichen Beteiligung an einem Drogenhändlerring zum Tode verurteilt. Das Strafgericht in Kairo verhängte die Todesstrafe durch Erhängen und eine Geldbusse von 500'000 ägyptischen Pfund (rund 8000 Franken).
Die Angeklagten sollen eine kriminelle Bande gebildet haben, die sich auf den Import von Substanzen zur Herstellung synthetischer Drogen spezialisiert hat. Zudem wird ihnen der unerlaubte Besitz von Schusswaffen vorgeworfen.
Khalifa, die auf Instagram über 2,5 Millionen Follower hat, ist in Ägypten als Moderatorin und Betreiberin einer Schönheitsklinik bekannt.
Moderatorin bestreitet die Vorwürfe
Während der Urteilsverkündung brach die 32-Jährige in Tränen aus und flehte um «Gnade und Menschlichkeit». In einem in den sozialen Medien kursierenden Video, dessen Echtheit nicht unabhängig bestätigt werden konnte, sagte sie: «Ich habe in meinem Leben nie eine Zigarette geraucht. Ich schwöre bei Gott, dass mir unrecht getan wurde.»
Laut Staatsanwaltschaft importierte das Netzwerk Materialien zur Herstellung synthetischer Drogen aus dem Ausland. In einer Wohnung beschlagnahmten die Behörden 750 Kilogramm Drogen und weitere Rohstoffe. Die Anklage stützt sich auf die Aussagen von 20 Zeugen sowie auf Gespräche, Fotos und Videomaterial. Nach Angaben von Amnesty International verhängte Ägypten im Jahr 2025 weltweit eine der höchsten Zahlen an Todesurteilen – insgesamt 492 Häftlinge wurden zum Tode verurteilt. 23 Hinrichtungen wurden vollstreckt.