Selenski appelliert an Trump
Irankrieg führt zu einer weltweiten Raketen-Knappheit

Der Irankrieg bringt die USA an ihre Grenzen. 2026 wurden nur 172 Patriot-Raketen produziert, doch über 1000 kamen im Einsatz. Die Vorräte werden erst 2029 wieder aufgefüllt sein.
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Der Irankrieg verschlingt derart viele Waffen, dass die amerikanischen Fabriken sie nicht schnell genug ersetzen können.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • US-Patriot-Raketenproduktion kann Irankriegsbedarf nicht decken, Engpass droht seit 2026
  • Nur 172 Patriot-Raketen produziert, über 1000 im Irankrieg eingesetzt
  • Taiwan wartet auf US-Waffenlieferungen im Wert von 30 Milliarden USD
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Mattia JutzelerRedaktor News

Der Irankrieg kostet die USA unglaublich viele Ressourcen. Der Konflikt verschlingt derart viele Waffen, dass die amerikanischen Fabriken sie nicht schnell genug ersetzen können.

Besonders bei den im Irankrieg so wichtigen Abfangraketen zeichnet sich deshalb ein fataler Engpass ab. Laut «Axios» wurden in den USA im Fiskaljahr 2026 lediglich 172 Patriot-Raketen produziert. Im Irankrieg kamen allerdings über 1000 davon zum Einsatz, um Geschosse der Islamischen Republik abzuwehren.

Selbst wenn der Krieg jetzt sofort beendet werden würde, wären die US-amerikanischen Vorräte an Abfangraketen wohl erst 2029 wieder vollständig aufgefüllt.

Auswirkungen auf US-Verbündete

Dieser Raketen-Engpass hat weitreichende Konsequenzen. Nicht nur für die USA, sondern auch für die Verbündeten der Vereinigten Staaten, die auf diese Abfanggeschosse angewiesen sind. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) schrieb diese Woche einen dringenden Brief an US-Präsident Donald Trump (79).

Die Ukraine ist bei der Abwehr russischer Angriffe auf die Patriot- und THAAD-Systeme aus den Vereinigten Staaten angewiesen. Selenkis Appell folgte auf die massiven Angriffe auf Kiew am vergangenen Samstag und eine russische Warnung an alle Ausländer, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen. «Wenn es um die Verteidigung gegen ballistische Raketen geht, verlassen wir uns fast ausschliesslich auf die Vereinigten Staaten», schrieb Selenski an Trump.

Auch Taiwan ist von dem Engpass betroffen. Laut «Axios» bereitet sich der Inselstaat auf einen möglichen Konflikt mit China bereits ab 2027 vor. Gleichzeitig müsse Taiwan einen Rückstand bei US-Waffenlieferungen von knapp 30 Milliarden Dollar aufholen.

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