Darum gehts
- Pentagon erhöht offiziell Zahl verwundeter US-Soldaten im Iran-Krieg auf 861
- 37 neue Fälle, darunter 29 Marines, alle wieder im aktiven Dienst
- Datenbank zählt 19 Tote, Berichte sprechen von bis zu 23
Das US-Verteidigungsministerium hat die Zahl der verwundeten US-Soldaten im Iran-Krieg heimlich korrigiert. Laut einem Bericht der «Washington Post» wurden 37 weitere Verletzte in die offizielle Datenbank eingetragen. Damit steigt die Gesamtzahl auf 861 verwundete Soldaten.
Die neuen Fälle betreffen 29 Angehörige der US-Marine und acht Marinesoldaten. Ein Marineoffizier erklärte, dass alle Betroffenen nach ihren Verletzungen wieder im Dienst sind. Weder das Pentagon noch das zuständige Regionalkommando wollten sich zu den genauen Umständen äussern.
Streit um Transparenz im US-Militär
Die Zählweise der US-Regierung sorgt seit Wochen für Kritik. Vorfälle werden nicht mehr als «Operation Epic Fury» geführt, sondern nur noch als allgemeine Auslandseinsätze eingeordnet. Kritiker werfen der Regierung vor, das reale Ausmass des Konflikts vor den bevorstehenden Wahlen kleinreden zu wollen.
Auch bei den Todesopfern gibt es Unstimmigkeiten. Die Datenbank nennt aktuell 19 verstorbene US-Soldaten. Berichte sprechen jedoch von mindestens 22 bis 23 Toten im Umfeld des Nahost-Einsatzes.
Auf iranischer Seite sind bisher laut Menschenrechtsorganisationen rund 3680 Menschen getötet worden, davon die Hälfte Zivilisten. Je nach Quelle gibt es im Iran zwischen 15’000 und 33’000 Verletzte.