Darum gehts
- Sommerskibetrieb am Stilfser Joch seit 15. August wegen Hitze gestoppt
- Hohe Temperaturen und Gewitter gefährden Gletscher-Sicherheit und Schneebedingungen
- Auch Zermatt und Saas-Fee stellten im August Skibetrieb ein
Die Hitzewelle der letzten Wochen zeigt ihre Folgen: Am Stilfser Joch im Grenzgebiet zwischen dem Südtirol und der Lombardei ist das Sommerskifahren seit Samstag vorerst gestoppt – es liegt auch nahe der Schweizer Grenze gleich oberhalb des Umbrail-Passes. Die Betreiberfirma Sifas erklärte in einer Mitteilung, dass die Sicherheit und Qualität des Skibetriebs auf dem Gletscher unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr gewährleistet werden können.
«Diese schmerzliche, aber notwendige Entscheidung wurde aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen unumgänglich, die das Gebiet in den letzten Wochen beeinträchtigen», heisst es in der Mitteilung. Das Stilfser Joch beziehungsweise Stelvio ist ein 2757 Meter hoher Alpenpass, der den Vinschgau im Südtirol mit dem Veltlin in der Lombardei verbindet – das Skigebiet reicht bis auf 3450 Meter über Meter.
Schneedecke kühlt nachts kaum noch ausreichend ab
Anhaltend hohe Temperaturen setzen dem Gletscher zu. Die Schneedecke kühlt nachts kaum noch ausreichend ab, Gewitter verschärfen zusätzlich die Lage.
Der Meteorologe Manuel Oberhuber veröffentlichte auf X ein Bild des Gletschers. Dazu schreibt er: «Vorgestern hat das letzte Gletscher-Skigebiet Europas den Sommerbetrieb eingestellt: Das Stilfserjoch in Südtirol. War aber wohl ohnehin nur mehr ein mässiges Skivergnügen die Tage davor.»
Auch in der Schweiz mussten Gebiete schliessen
Trotz der Einstellung des Skibetriebs bleiben die Seilbahnen am Stilfser Joch in Betrieb, sodass Besucher weiterhin den Gletscher erreichen können. Die Betreiber beobachten die Situation genau und prüfen eine Wiederaufnahme des Skibetriebs, sobald die Temperaturen sinken und sich die Bedingungen verbessern.
Im August mussten auch die Schweizer Gletscher-Skigebiete Zermatt und Saas-Fee den Betrieb einstellen.