Darum gehts
- Saas-Fee stoppt Sommerskibetrieb ab 10. August wegen extremer Hitze
- Gletscher sind instabil, Sicherheit und Qualität nicht mehr gewährleistet
- Auch die Ski-Elite betroffen: Teams weichen auf Südamerika aus
Der Rekordsommer trifft die hochgelegenen Schweizer Skigebiete hart: Nach Zermatt VS muss nun auch Saas-Fee den Sommerskibetrieb einstellen. Ab Montag, 10. August, bleiben die Pisten auf dem Gletscher bis auf Weiteres geschlossen, wie das Onlineportal Skinews.ch zuerst berichtet hat.
Grund sind die anhaltend hohen Temperaturen und die fehlende nächtliche Abkühlung. Dadurch verändern sich Schnee und Gletscher so stark, dass ein sicherer Betrieb nicht mehr möglich ist. «Trotz intensiver Präparationsarbeiten können die Pisten und die Gletscherinfrastruktur unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr in der erforderlichen Qualität und Sicherheit gewährleistet werden», schreiben die Saastal Bergbahnen auf ihrer Homepage.
Auch die Profis sind betroffen
Bereits Ende Juli hatte Zermatt den Sommerskibetrieb eingestellt. Dort sorgte die starke Gletscherschmelze dafür, dass selbst die Transportanlagen instabil wurden und der Betrieb aus Sicherheitsgründen beendet werden musste. Die Folgen treffen nicht nur Feriengäste, sondern auch die Ski-Elite. Weil mit Saas-Fee ein weiterer wichtiger Trainingsort wegfällt, wird der Platz für Nationalteams immer knapper.
Einige Gruppen von Swiss-Ski können zwar weiterhin in Zermatt trainieren – allerdings unter erschwerten Bedingungen. Statt mit dem Lift geht es teilweise mit Schneemobilen zu den Trainingshängen. Für viele ausländische Teams sieht die Situation noch schwieriger aus. Sie weichen bereits auf Skigebiete in Südamerika aus, wo derzeit Winter herrscht. Auch das Schweizer Technikteam wird in den kommenden Wochen dorthin reisen.
Ob und wann der Skibetrieb in Saas-Fee wieder aufgenommen werden kann, ist offen. Die Bergbahnen beobachten die Entwicklung laufend und wollen erst dann wieder öffnen, wenn die Sicherheit für Gäste und Mitarbeitende gewährleistet ist.