Darum gehts
- Internationale Drogenbande in Spanien und Ecuador zerschlagen, acht weitere Festnahmen gemeldet
- In Arnedo wurde Bargeld im Wert von 934'000 Franken beschlagnahmt
- 36 Personen in Ecuador bei 50 Durchsuchungen im März 2025 verhaftet
Der spanischen Guardia Civil hat in Zusammenarbeit mit der Nationalpolizei von Ecuador eine internationale kriminelle Organisation zerschlagen. Den Mitgliedern der Organisation wird unter anderem die Einfuhr grosser Mengen Kokain nach Spanien über verschiedene Häfen vorgeworfen. Hauptsächlich wurden die Drogen über die Städte Malaga, Algeciras und Valencia nach Europa gebracht.
Im Rahmen der Operation «Mondragon» fanden Durchsuchungen in Alicante, Sevilla, Cadiz und La Rioja statt. Zudem wurde in der Stadt Arnedo Bargeld in Höhe von rund einer Million Euro (etwa 934'000 Franken) beschlagnahmt.
So lief der Drogenschmuggel ab
Acht Personen wurden laut der spanischen Nachrichtenagentur EFE festgenommen. Laut einer Pressemitteilung der Guardia Civil wurden zudem zahlreiche Immobilien, Fahrzeuge und Finanzprodukte der mutmasslichen Drogendealer beschlagnahmt.
Die kriminelle Organisation bestand aus drei Zweigen. Der spanische Hauptzweig setzte sich aus spanischen und marokkanischen Staatsbürgern zusammen und war für den Aufbau der für den Containerimport aus Südamerika notwendigen Geschäftsstruktur verantwortlich. Seine Funktion bestand darin, den Aktivitäten einen Anschein von Legalität zu verleihen und ein Ziel für die legale Fracht zu schaffen.
36 Personen in Ecuador festgenommen
Die zweite Kontrollinstanz befand sich in Ecuador. Von dort aus stammte der Grossteil der beschlagnahmten Drogen. Von den wichtigsten Logistikzentren des Landes aus, vor allem dem Hafen von Guayaquil, kontrollierten sie die Verschiffung von Containern, die für Spanien bestimmt waren.
Der dritte Zweig, mit Sitz in Dubai, bestand aus Investoren albanischer Herkunft, die grosse Geldsummen in spanische Unternehmen investierten, welche wiederum als Zahlungen dienten, um diesen Unternehmen Aktivitäten zu ermöglichen und so grosse, regelmässig stattfindende Drogenlieferungen zu verschleiern. Bereits im März 2025 lösten ecuadorianische Ermittler die Zweigstelle in dem Land auf. Bei 50 Hausdurchsuchungen wurden damals 36 Personen festgenommen.