Rätsel um Weihnachtsessen in Italien
Wer vergiftete Mutter (†50) und Tochter (†15)?

Nach einem Weihnachtsessen in Italien starben Antonella D. und ihre Tochter Sara. Jetzt zeigt sich: Im Blut der Opfer wurde Rizin nachgewiesen. Die Staatsanwaltschaft untersucht Speisen und Geschenke – Verdächtige gibt es noch keine.
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Antonella D. und ihre jüngere Tochter Sara starben in der Altjahreswoche an einer Vergiftung.
Foto: ANSA

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mutter (50) und Tochter (15) starben nach Weihnachtsessen in Molise 2025
  • Polizei fand Rizin-Spuren im Blut und Haar der Opfer
  • Ermittlungen wegen Mordes, Fokus auf Pilzgerichte und Weihnachtsgeschenke
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Janine EnderliRedaktorin News

Ihr Tod wirft nach wie vor Fragen auf: Am 27. und 28. Dezember 2025 starben Antonella D.* (†50) und ihre 15-jährige Tochter Sara* nach einem Weihnachtsessen in Molise (I). Zunächst wurde vermutet, die beiden seien nach dem Verzehr von verdorbenen Meeresfrüchten verstorben. 

Nun kommt heraus: Die beiden Opfer könnten an einer Rizin-Vergiftung gestorben sein. Im Blut von Sara und in einem Haar ihrer Mutter wurden Spuren des Gifts festgestellt, wie aus einem Bericht der Polizei hervorgeht. 

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes

Die Behörden klären, ob das tödliche Toxin möglicherweise in den an Weihnachten servierten Speisen versteckt war. Rizin ist extrem gefährlich, und bereits eine kleine Menge reicht aus, um die Organe eines Menschen zum Versagen zu bringen. 

«Die Todesfälle von Antonella und Sara könnten durch eine schnelle Aufnahme des Giftes verursacht worden sein», zitiert «Corriere della Sera» einen Informanten aus Justizkreisen. 

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen zweifachen Mordes gegen unbekannt. Bislang gibt es keine Verdächtigen. 

War der Vater das eigentliche Ziel?

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Mahlzeiten am 24. Dezember. Mutter Antonella hatte einige Gerichte, darunter Pilzgerichte, selbst zubereitet. Das Zentrum für Giftinformationen in Pavia wurde hinzugezogen, um zu klären, ob die Pilzgerichte möglicherweise kontaminiert waren. 

Auch die Geschenke, die Vater Gianni D.* als ehemaliger Bürgermeister und regional bekannter Politiker zu Weihnachten erhielt, stehen unter Verdacht.

Neben dem Vater sowie der älteren Tochter Alice D.* (19) wurde auch eine weitere Verwandte der Opfer von den Ermittlern als Zeugin befragt. Die Verhöre dauerten laut «Corriere della Sera» über zehn Stunden. 

* Namen bekannt 


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