«Politico»-Bericht enthüllt
Trump hat Liste mit «unartigen» und «braven» Nato-Staaten

Donald Trump teilt Nato-Partner in «brav» und «unartig» ein. Den «Sündern» auf Trumps Liste könnten empfindliche sicherheitspolitische Folgen drohen.
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Trump führt offenbar eine interne Liste über Nato-Verbündete.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump erstellte «brav-oder-unartig»-Liste für Nato-Staaten, basierend auf Unterstützung.
  • Polen und Rumänien profitieren, Spanien und Frankreich gelten als «böse».
  • Polen zahlt Kosten für 10'000 US-Soldaten, Rumänien erweiterte Luftwaffenbasis.
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Janine EnderliRedaktorin News

Loyalitätstest für die Nato-Partner: Wer den US-Krieg gegen den Iran nicht unterstützte, landete laut einem Bericht von «Politico» offenbar auf einer internen «Brav-oder-unartig»-Liste von US-Präsident Donald Trump. Die Liste teilt die Nato-Staaten in «gut» und «böse» ein. 

Ausschlaggebend für die Einstufung sei der Beitrag der jeweiligen Länder zur Allianz, berichten mehrere europäische Diplomaten und ein US-Verteidigungsbeamter. 

Liste vor Rutte-Besuch erstellt

Anlass für die Schaffung des geheimen Dokuments sei der Besuch von Nato-Chef Mark Rutte (58) Anfang April in Washington gewesen. Bereits in der Vergangenheit hatte Trump die Nato durch Forderungen wie die Annexion Grönlands oder den kompletten Rückzug der USA aus dem Bündnis immer wieder unter Druck gesetzt.

Im Dezember 2025 hatte US-Kriegsminister Pete Hegseth (45) das Konzept von «Musterschülern» und «Sündern» in der Nato erstmals skizziert. «Mustergültige Verbündete werden bevorzugt behandelt», sagte Hegseth damals. Wer seine Pflichten hingegen nicht erfülle, werde die Konsequenzen spüren.

Mögliche Folgen für die «bösen» Staaten könnte Truppenabzug sein. Jedoch sei dieses Vorhaben noch nicht konkret. «Sie scheinen keine besonders konkreten Vorstellungen zu haben, wenn es darum geht, unzuverlässige Verbündete zu bestrafen.»

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Sind Rumänien und Polen die Gewinner?

Wie die Liste im Detail aussieht, ist unklar. Polen und Rumänien dürften jedoch zu den Gewinnern zählen, schreibt «Politico» – beide gelten als besonders enge Partner der USA. Polen übernimmt einen Grossteil der Kosten für die rund 10'000 stationierten US-Soldaten, Rumänien hat seine Luftwaffenbasis Mihail Kogălniceanu für zusätzliche Truppen ausgebaut.

Anders Spanien, Frankreich und Grossbritannien: Sie haben US-Anfragen zur Unterstützung im Iran weitgehend abgelehnt oder verzögert. Spanien steht zudem wegen seiner Ablehnung des Nato-Ziels von fünf Prozent Verteidigungsausgaben in der Kritik.

Weisses Haus frustriert

Das Weisse Haus machte seinem Ärger in einer Stellungnahme Luft: «Während die Vereinigten Staaten ihren sogenannten Verbündeten stets zur Seite standen, haben uns die Länder, die wir mit Tausenden von Soldaten schützen, während der gesamten Operation Epic Fury nicht unterstützt», sagte Kommunikationschefin Anna Kelly.

Die Nato wollte sich auf Anfrage von «Politico» nicht äussern.

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