Darum gehts
- Trump will Grönland verteidigen, doch die US-Armee ist unvorbereitet
- 2025 scheiterten US-Truppen an einer Nato-Übung gegen finnische Soldaten
- Finnische Arktis-Armee gilt als führend, besonders bei Eisbrecher-Technologien
US-Präsident Donald Trump (79) will Grönland. Ein militärisches Eingreifen schloss er nach seinem WEF-Besuch aus, mehr militärische Präsenz wünscht er sich trotzdem. Doch ist das US-Militär überhaupt fit für einen allfälligen Einsatz auf der eisigen Arktisinsel? Ein Bericht der britischen Zeitung «Times» spricht dagegen.
Dahinter steckt eine gemeinsame Übung mit mehreren Nato-Staaten im März 2025, die Zweifel an den benötigten Fähigkeiten und passenden Ressourcen des amerikanischen Militärs aufkommen liess. Im eisigen Norden Norwegens nahmen US-Soldaten damals an der Nato-Übung «Joint Viking» teil. Diese besteht aus einer Art Kriegsspiel, in dem es eine Angreifer-Gruppe gibt und eine, die sich verteidigen muss.
«Peinlich und demoralisierend für die Amerikaner»
Soldaten der finnischen Armee, die als eine der besten Arktis-Armeen der Welt gilt, spielten die Angreifer – irgendwann wurden sie gebeten, die Amerikaner, die als Verteidiger agierten, zu schonen. «Die Finnen mussten aufgefordert werden, die Amerikaner nicht mehr zu schlagen, da das für sie peinlich und demoralisierend war», so eine militärische Quelle gegenüber der «Times».
Im Gegensatz zu den USA wüssten die Nordeuropäer, wie man mit den arktischen Umständen umzugehen hat. Speziell bezüglich der Eisbrecher-Technologien, die bei den meterdicken Eisschichten im hohen Norden für die Marine dringend nötig sind, haben die Finnen das benötigte Wissen. «Die Europäer haben das Know-how. Wenn Trump die Region verteidigen will, geht er den falschen Weg, indem er seine arktischen Verbündeten vor den Kopf stösst», so die anonyme Quelle weiter.