Darum gehts
- Nato-Kampfjets schossen über Litauen eine Drohne ab
- Litauens Präsident lobte die schnelle Reaktion der Allianz
- Polen verstärkte Luftverteidigung, reagiert auf russische Drohnenaktivitäten
Nato-Kampfjets haben über Litauen eine Drohne abgeschossen. Das unbemannte Fluggerät war in den litauischen Luftraum eingedrungen und wurde nahe dem Kaunas-See, im Zentrum Litauens, zerstört. Nach Angaben litauischer Behörden kam die Drohne aus Richtung Belarus und flog nach Westen.
Litauens Präsident Gitanas Nausėda (62) dankte den beteiligten Einsatzkräften für ihre schnelle Reaktion. «Ich danke den Einsatzkräften der Allianz für ihre schnelle Reaktion», schrieb er auf X. «Angesichts der zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine ist diese Bereitschaft für unsere Region von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit unseren Nato-Verbündeten wird Litauen seinen Luftraum verteidigen.»
Woher kam die Drohne?
Die genaue Herkunft der Drohne blieb zunächst unklar. Der öffentlich-rechtliche Sender LRT berichtete, dass sie aus Belarus stammt, und berief sich dabei auf das staatliche Krisenmanagementzentrum NKVC.
Polen aktivierte «präventiv» seine Luftverteidigung. Begründet wurde dies durch «Aktivitäten von Jet-angetriebenen Drohnen der Russischen Föderation, die Angriffe auf ukrainisches Gebiet durchführen». Die Massnahmen waren dafür bestimmt, «den Luftraum zu sichern und zu schützen, insbesondere in Gebieten, die an bedrohte Regionen angrenzen», hiess es.
Angriffe in der Westukraine
Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Dienstagmorgen, die Armee habe in der Nacht auch Aktivitäten in der Westukraine durchgeführt. Die Angriffe haben sich auf Eisenbahnanlagen gerichtet. Russland versucht so, die Logistik der Ukraine zu unterbrechen.
Die Nato will ihre Ostflanke laufend aufrüsten. Auch die deutsche Armee arbeitet gerade an einer Panzerbrigade, die in Litauen stationiert werden soll.