Nato-Chef Mark Rutte verärgert Italiener mit Aussage zu Militärbasen
«Völlig irreführende Botschaft»

Das italienische Verteidigungsministerium ärgert sich über eine Aussage von Mark Rutte. Der Nato-Chef trifft sich am Donnerstag mit US-Präsident Donald Trump, der Rom mangelnde Unterstützung vorwirft.
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Mark-Rutte hat mit einer Aussage die italienische Regierung verärgert.
Foto: AFP

Darum gehts

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  • Italien kritisiert Nato-Chef Rutte für irreführende Aussagen zu US-Stützpunkten
  • Rom: Nur technische und logistische Flüge, keine Genehmigung für Kampfeinsätze
  • Rutte: 500 US-Flugzeuge starteten von Italien, Rom widerspricht vehement
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Marian NadlerRedaktor News

Das italienische Verteidigungsministerium kann es nicht fassen. Aussagen von Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) über die Nutzung von US-Militärbasen haben Rom verärgert. 

Rutte hatte in einem Interview mit dem US-Sender Fox News behauptet, 500 US-Flugzeuge seien von Stützpunkten in Italien gestartet. Rom widerspricht dem vehement, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Ruttes Darstellung der Dinge vermittele eine «völlig irreführende Botschaft». 

Italien betonte, stets im Einklang mit der Verfassung, internationalen Verträgen und den geltenden Abkommen zu alliierten Militärbasen gehandelt zu haben. Genehmigt wurden ausschliesslich technische und logistische Aktivitäten. Italien habe in Fällen, in denen Anträge über diesen Rahmen hinausgingen, keine Genehmigung erteilt.

Rom: «Rutte hat mit Epic Fury nichts zu tun»

Rutte trifft sich am Mittwoch in Washington mit US-Präsident Donald Trump (80). Trump hatte erst am Montag seinem Unmut über die angeblich mangelnde Unterstützung durch europäische Verbündete erneut Luft verschafft. Als man Hilfe erbeten habe gegen den Iran, seien wichtige Partner nicht für die USA da gewesen, so Trumps Eindruck. Explizit genannt wurden neben Italien auch Deutschland und Grossbritannien.

Rutte hatte im amerikanischen Fernsehen versichert, dass es auf Stützpunkten in europäischen Ländern mehrere Tausend Starts und Landungen von US-Militärflugzeugen gegeben habe. Rom teilte mit, es sei «überrascht, dass der Nato-Generalsekretär, der mit der Operation ‹Epic Fury› nichts zu tun hat, eine Darstellung liefert, die eine völlig irreführende Botschaft vermittelt, indem er die Art der genehmigten Flüge miteinander verwechselt». Dass Ministerium unterstrich erneut, dass es ausschliesslich Flüge genehmige, die durch die geltenden Verträge vorgesehen sind und Kampfeinsätze vollständig ausschliessen würden. 

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