Darum gehts
- Russland von Maduros Entführung inspiriert, Medwedew kann sich Entführung von Merz vorstellen
- Medwedew bezeichnet Merz als Neonazi und rechtfertigt mögliche Verfolgung
- Nicolas Maduro wurde in der Nacht auf 3. Januar entführt
Von der Festnahme und Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro (63) in der Nacht auf Samstag fühlt sich Russland offenbar inspiriert. In einem Gespräch mit der russischen Staatsagentur Tass erklärt der Ex-Kremlchef Dmitri Medwedew (60), er könne sich eine ähnliche Operation auch bei beispielsweise dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz (70) vorstellen.
«Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein», so der momentane Vizevorsitzende des nationalen Sicherheitsrats in Moskau. «Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.»
Negative Einstellung gegenüber dem Westen
Medwedew betonte auch, er könne sich eine solche Mission auch bei anderen Staats- und Regierungschefs vorstellen. Namentlich nannte er jedoch nur den deutschen Bundeskanzler. Eine Reaktion aus Berlin blieb bisher aus.
Der frühere russische Präsident ist bekannt für seine negative Einstellung gegenüber dem Westen. Bereits seit einigen Jahren schiesst er rhetorisch immer wieder gegen Europa und speziell die Ukraine.