Darum gehts
- USA griffen Venezuela am 3. Januar 2026 überraschend militärisch an
- Delta Force nahm Nicolás Maduro und Ehefrau fest, flog sie aus
- Maduro wird Verschwörung zum Drogenterrorismus und Kokainimport vorgeworfen
Ärger wegen Putin
Trump wird gefragt, ob er mit Putin über den Angriff gesprochen habe. Trump winkt ab. Es sei beim Anruf am Montag kein Thema gewesen. Trump: «Putin killt zu viele Leute.» Er sei nicht glücklich darüber, dass in der Ukraine Tausende von Menschen sterben würden.
Dann bricht Trump die Pressekonferenz ab. Zu Maduros Schicksal, ausser dass er vor Gericht gestellt würde, gab es keine weiteren Informationen.
Oppositionspolitikerin Machado ist für Trump keine Option
Journalisten bringen Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado als neue Präsidentin ins Spiel. Für Trump ist das keine Variante. «Sie ist eine nette Person, aber sie wäre nicht die Richtige.» Machado hatte den Friedensnobelpreis erhalten, den Trump auch so gerne gehabt hätte.
Maduro wollte sich in Sicherheit bringen
Bei Maduros Festnahme hätte der Diktator getötet werden können. Trump: «Er wollte sich in einem anderen Raum in Sicherheit bringe. Er hat es bis zur Tür geschafft und konnte sie öffnen, aber er hat es nicht mehr rein geschafft. Er war in einer ausweglosen Situation.»
Das Verhältnis zu Maduros Verbündeten China und Russland sieht Trump nicht in Gefahr. Diese Länder würden profitieren können. «Wir werden viel Öl an andere Länder verkaufen.»
Wer regiert nun Venezuela?
Journalisten fragen, wer denn zurzeit das Land regiere. Trump weicht aus und wiederholt, dass die USA Venezuela zum Blühen bringen würden. Aussenminister Rubio werde sich darum kümmern und mit der Regierung Kontakt aufnehmen. Die USA wollen «Venzuela great again» machen.
Auch bei der Frage, ob die Armee im Land bleibe, bleibt Trump vage: «Wir haben keine Angst davor.»
Aber: Was passiert mit Maduro? Noch fiel zu seinem Schicksal kein Wort.
Von langer Hand geplant
Die US-Attacke war von langer Hand vorbereitet worden. Maduro sei über Monate beobachtet und dessen Gewohnheiten ausspioniert worden. Die Einheiten standen über die Weihnachtstage bereit, um bei guter Witterung den Angriff auszuführen. Über 150 Flugzeuge standen im Einsatz.
Gegen die modernen Jets, die Caracas in sehr geringer Höhe angriffen, hatte die venezolanische Armee keine Chance. «Ihre Waffen sind wertlos», sagte Hegseth.
«Die US-Justiz reicht überall hin»
Kriegsminister Pete Hegseth hält ebenfalls eine Lobeshymne auf die amerikanischen Kämpfer. Es mache ihn «demütig», wenn er auf die Leistung seiner Leute schaue. Maduro habe seine Chance gehabt, er habe sie nicht ergriffen. Hegseth: «Der lange Arm der amerikanischen Justiz reicht überall hin.»
Über Trump sagt der Kriegsminister: «Er meint es todernst, die Drogen-Gangs zu stoppen, todernst, das Öl wiederzukriegen, das uns gestohlen wurde, todernst, die US-Dominanz und Abschreckung wiederherzustellen. Das ist America First, das ist Frieden durch Stärke. Willkommen in 2026.»
Amerikaner schalteten Lichter aus
Offenbar hatten die Amerikaner beim Angriff die Lichter in Caracas ausgeschaltet. «Es war dunkel, die Lichter von Caracas waren dank unserer besonderen Expertise weitgehend ausgeschaltet. Es war dunkel und es war tödlich.»
Trump will Venezuela regieren
Trump sagt: «Wir werden das Land regieren, bis wir einen sicheren, ordnungsgemässen und umsichtigen Übergang gewährleisten können.» Er wolle nicht zulassen, dass jemand anderes an die Macht komme. Er nannte keinen Zeitrahmen dafür, wie lange seiner Einschätzung nach ein solcher Machtwechsel dauern würde.
USA hatten zweiten Schlag vorbereitet
Die USA wären für einen zweiten Schlag bereit gewesen, einen «viel grösseren Schlag», meint Trump. Doch das sei nun wohl nicht mehr nötig.
Nun würden die USA das Zepter in Venezuela in die Hand nehmen, bis die Venezolaner «reich, unabhängig und sicher» sein würden. Die USA würden Milliarden investieren, um mehr Öl zu fördern, als es Maduro gemacht habe. Trump verspricht den Venezolanern «Freiheit und Gerechtigkeit».
«Eine grosse Sache»
Donald Trump tritt vor das Mikrofon. Aus seinem zufriedenen Gesichsausdruck ist zu lesen, dass er sich über den gelungenen Schlag und die Festnahme von Maduro freut.
Trump spricht von einer «grossen Sache». «Es war eine ausserordentliche und spektakuläre Operation, wie wir sie seit dem Weltkrieg nicht mehr gesehen haben. Wir bringen Maduro vor Gericht.» Der Schlag reihe sich in die erfolgreichen Schläge der USA, etwa gegen Suleimani und den Angriff auf die Nuklearanlagen im Iran. «Wir haben es in kurzer Zeit ausgeführt. Kein anderes Land kann das.» Es habe auf Seiten der USA keine Verluste gegeben.
In der Nacht auf Samstag haben die USA in einer überraschenden Militäraktion Venezuela angegriffen. Bei Bombardements in der Hauptstadt Caracas gab es mehrere Tote. Der US-Eliteeinheit Delta Force ist es gelungen, Diktator Nicolás Maduro (63) und dessen Frau Cilia Flores (69) festzunehmen und «ausser Landes zu fliegen». In Venezuela wurde der Ausnahmezustand ausgerufen.
Maduro wird offenbar auf einem Kriegsschiff nach New York gefahren, wo er vor Gericht gestellt wird. Laut US-Justizministerin Pam Bondi (60) werden Maduro unter anderem «Verschwörung zum Drogenterrorismus» sowie «Verschwörung zum Kokainimport» vorgeworfen. Auch wird er des Besitzes von Maschinengewehren und Sprengstoff bezichtigt.