Darum gehts
- Der 18-jährige Tristan R. tötete im letzten Oktober seine Mutter (†45)
- Er prahlte online mit der Tat und gestand vor Gericht
- Richter verhängte lebenslange Haft, früheste Freilassung nach über 22 Jahren
Das Verbrechen erschütterte Grossbritannien: Der 18-jährige Tristan R.* führte seine eigene Mutter Angela S. (†45) im letzten Oktober mitten in der Nacht in einen einsamen Naturpark, wo er sie mit einem Hammer totschlug. Zuvor hatte er sie stundenlang in ihrem Zimmer festgehalten.
Nach der Tat prahlte R. im Internet. «Ich hatte gerade den verrücktesten Tag», schrieb der Teenager. «Ich habe ihr mit einem Vorschlaghammer so hart den Kopf eingeschlagen».
Tage vor dem Mord hatte R. einen KI-Chatbot befragt, welche Waffe geeignet sei. Die chinesische KI Deepseek riet für einen «unerfahrenen Mörder» zum Hammer, wie die britische «Daily Mail» berichtet. Offenbar überlistete R. den Bot, in dem er angab, die Information für ein Buchprojekt zu brauchen.
Familie lebte in Angst
Ein Richter in Wales verurteilte R. im Februar zu lebenslanger Haft. Laut Urteil kann er frühestens nach 22 Jahren und sechs Monaten freikommen. Man könne sich den Schrecken der Mutter kaum vorstellen, sagte der Richter bei der Urteilsverkündung.
Posts in den sozialen Medien deuten auf psychische Probleme und Frauenhass als Hintergrund. «Ich hasse Mädchen, ist das ok für dich?», schrieb R. im Netz. In einer anderen Nachricht sagte R., er fühle sich «verlassen, betrogen und gemobbt» und gab seiner Mutter die Schuld daran.
Wie im Prozess klar wurde, lebte die Familie in Angst. Kurz nach seinem 18. Geburtstag hatte R. ein Messer und einen Hammer gekauft. «Warum?? Wofür braucht er die?», schrieb die Mutter an Bekannte. Auch der ältere Sohn war besorgt und installierte bei einem Besuch Kameras, um R. zu überwachen. Vergebens, wenige Tage später war die Mutter tot.
* Name bekannt