Darum gehts
- Junge Frau (†21) stirbt bei Bungee-Jump-Unglück in São Paulo
- Seil war nicht befestigt, Mitarbeiter flohen nach Vorfall
- Opfer hatte nach Todessturz erst noch Puls und Atem
- Sechs Männer verhaftet, keine Bewilligung für Bungee-Jumps vorhanden
Gleich drei Bungee-Jump-Mitarbeiter hatten komplett vergessen, das Seil zu befestigen. Ein Mann beobachtete noch, wie zwei Männer die junge Springerin, eine angehende Lehrerin, über ihre Köpfe hievten und sie dann vornüber von der Brücke stiessen.
Dann der Schock und Stille. Die Männer blicken in die Tiefe. Zwei der drei ergriffen sofort die Flucht und versteckten sich im nahen Wald. Da war Maria R.* (†21) nach dem 40-Meter-Sturz von einer Brücke in São Paulo offenbar noch am Leben. Sie atmete, hatte Puls, sagte eine Krankenschwester, die am Unfallort war.
Atem und Puls
Rayza Dias sagte, sie habe sich sofort in die Tiefe aufgemacht und «versucht, lebensrettende Massnahmen zu ergreifen». Das Opfer habe noch geatmet und einen schwachen Puls gehabt, so Dias zum brasilianischen Regionalsender EPTV.
Sie habe der Sterbenden noch zuzureden versucht: «Ich habe sogar mit ihr gesprochen. Ich habe die Angewohnheit, zu scherzen und zu sagen: ‹Unter meiner Wacht stirbt niemand.›»
Insgesamt sechs Männer wurden verhaftet – auch die in den Wald geflohenen. Eine Bewilligung für die Bungee Jumps hatten sie nicht.