Darum gehts
- Antonio (15) und Giuseppe (16) nach Brandkatastrophe entlassen, Heimkehr nach Italien
- Ärzte hofften zunächst nicht auf Genesung innerhalb eines Monats
- 70 von 116 Verletzten noch hospitalisiert, vier Italiener auf Intensivstation
Zum ersten Mal seit der schrecklichen Nacht konnten sie wieder zu Hause schlafen. Über drei Wochen nach der Brandkatstrophe von Crans-Montana VS konnten Antonio (15) und Giuseppe (16) aus dem Niguarda-Spital in Mailand entlassen werden.
Arzt Guido Bertolaso beschreibt gegenüber italienischen Medien den Zustand der beiden Gymnasiasten, als sie aus der Schweiz nach Italien verlegt wurden. «Sie befanden sich in einem lebensbedrohlichen, kritischen Zustand. Sie hatten schwere Verletzungen», so der Arzt. Grosse Teile des Gesichtes und der Extremitäten seien betroffen gewesen.
Der Weg zurück ist lang
«Nun haben wir eine gründliche Untersuchung durchgeführt und ich habe mit allen medizinischen Fachkräften gesprochen, die sie betreuen – sie können nach Hause zurückkehren. Aber das bedeutet nicht, dass sie geheilt sind.»
Allen sei bewusst: Der Weg zurück ins Leben ist noch lang. Die Wundversorgung wird weitergehen, ebenso die Rehabilitationsmassnahmen. «Die Ärzte gehen aber davon aus, dass sie in zwei Wochen wieder zur Schule gehen können.»
«Wir waren uns nicht sicher»
Bertolaso bekräftigt: Es hat nicht immer so gut ausgesehen. «Denn ich kann Ihnen versichern, als sie bei uns ankamen, waren wir uns nicht sicher, ob sie innerhalb eines Monats überhaupt zur Normalität zurückkehren könnten.»
Von insgesamt 116 Verletzten des Brandes sind noch immer siebzig hospitalisiert. Acht Italiener werden weiterhin in Mailand behandelt, vier davon auf der Intensivstation.