Darum gehts
- Sohn und Ex-Mann der Schamanin Marijana M. ab 18. Februar frei
- Der Clan behält Millionen, trotz beschlagnahmter Werte durch Behörden
- 1,8 Mio. Euro wurden an 15 Opfer oder Hinterbliebene ausgezahlt
Sie zockten ihre Opfer im grossen Stil ab. Doch trotz Ermittlungen und Festnahmen ist offenbar noch jede Menge Geld da.
Der Sohn und der Ex-Mann der selbsternannten «Schamanin» Marijana M.*, auch bekannt als Amelija, kehren in ein Leben voller Luxus zurück – mit Millionen von Euro in der Tasche. Wie Blic.rs berichtet, wurde der 30-jährige Sohn bereits aus der Haft entlassen, und ihr 47-jähriger Ex-Mann folgte ihm am Mittwoch.
Auch Opfer in der Schweiz
Währenddessen bleibt eine weitere Person aus dem Kreis der «Schamanin», die 30-jährige «Ana», weiterhin in Untersuchungshaft. Marijana M. selbst ist weiterhin auf der Flucht.
Nach mehreren spektakulären Razzien in Österreich wurden Millionenbeträge und wertvoller Schmuck sichergestellt, die grösstenteils nicht eindeutig einzelnen Opfern zugeordnet werden konnten. Gemäss Polizei hat sie wohl auch Opfer in der Schweiz.
4 Millionen Euro wurden beschlagnahmt
Laut Blic.rs erhielten 15 identifizierte Opfer oder ihre Hinterbliebenen insgesamt etwa 1,8 Millionen Euro (1,64 Millionen Franken) zurück.
Weitere 4 Millionen Euro (3,65 Millionen Franken) wurden von den Justizbehörden als Vorsichtsmassnahme beschlagnahmt – ein Betrag, der mutmasslich weiteren Opfern gehört.
Der Schamanenclan hat es offenbar dennoch geschafft, mehrere Millionen Euro zu behalten. Diese Mittel sowie wertvolle Immobilien und Luxusgüter wie teure Autos und Uhren befinden sich nun wieder in ihrem Besitz.
Clan will alle beschlagnahmten Vermögenswerte zurück
Im Dezember 2025 wurden der Sohn und der Ex-Mann wegen Beihilfe zu Straftaten zu je drei Jahren bedingter Haft verurteilt, ein Jahr davon im Gefängnis. Angerechnet wurde ihre bisherige Zeit in Untersuchungshaft seit dem Februar 2025. Entsprechend sind sie jetzt freigelassen worden. Sohn und der Ex-Mann sind in ihre elegante Villa in einem Vorort von Wien zurückgekehrt, wo sie viele Wertsachen wiederfinden.
Der Clan ruht sich jedoch nicht auf seinen verbleibenden Millionen aus. Mit renommierten Anwälten versuchen sie, eine Überprüfung durch das Verfassungsgericht zu erreichen. Ziel ist es, die Rückgabe der beschlagnahmten Vermögenswerte und Schmuckstücke zu erwirken.
Dieser Artikel ist zuerst auf blic.rs erschienen. Die serbische Newsplattform gehört wie Blick zu Ringier.
* Name bekannt