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WHO zum Hantavirus:«So wurde der Fall in der Schweiz identifiziert»

Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff
«Es gibt kein Gegenmittel»

Am Donnerstagnachmittag spricht WHO-Chef Ghebreyesus im Rahmen einer Pressekonferenz über das Hantavirus. Der Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff und seine Folgen beschäftigen auch die Weltgesundheitsorganisation. Blick tickert die Medienkonferenz ab 15 Uhr live.
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Die Weltgesundheitsorganisation beobachtet den Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff genau.
Foto: Imago / dieBildmanufaktur

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff «MV Hondius»: Sieben Fälle wurden der WHO gemeldet
  • Drei Todesfälle und ein schwer erkrankter Patient bestätigt, auch ein Schweizer infiziert
  • 40 Passagiere verliessen Schiff in St. Helena
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Marian NadlerRedaktor News

Am 2. Mai wurde der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Cluster schwerer Atemwegserkrankungen an Bord des Kreuzfahrtschiffes «MV Hondius» gemeldet. Bis zum 4. Mai wurden nach Angaben der WHO sieben Fälle von Hantavirusinfektionen identifiziert – zwei laborbestätigte und fünf Verdachtsfälle. Es gibt bisher drei Todesfälle, einen schwer erkrankten Patienten und drei Personen mit leichten Symptomen.

Hantavirusinfektionen sind weltweit relativ selten, dennoch wird der Erreger von der WHO genau beobachtet. Auf dem Schiff soll die Andes-Variante grassieren, sie kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Das Kreuzfahrtschiff hatte seine Reise im argentinischen Ushuaia begonnen. Die argentinischen Behörden gehen davon aus, dass die Erstansteckung an Land erfolgte.

40 Passagiere stiegen in St. Helena aus

Am Donnerstag äussert sich WHO-Chef Tedros Ghebreyesus im Rahmen einer Medienkonferenz zu dem Ausbruch. Es ist damit zu rechnen, dass Ghebreyesus über die Übertragung des Virus, Labortests, die laufenden Evakuierungsmassnahmen und die globale Koordination dieser referieren wird. Bislang geht die Weltgesundheitsorganisation von einem geringen Pandemierisiko aus.

In der Schweiz wird aktuell ein Mann im Universitätsspital Zürich (USZ) behandelt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sieht kein Risiko für die Bevölkerung. 40 Passagiere haben die «MV Hondius» laut niederländischen Behörden bereits im Hafen der Insel St. Helena verlassen, darunter wohl auch der Schweizer Patient. Die verbliebenen Kreuzfahrtgäste sollen am Samstag auf den Kanaren untersucht werden.

Viele mögliche Kontaktpersonen

Die meisten der 40 Passagiere dürften mit dem Flugzeug weitergereist sein. Eine Flugbegleiterin der niederländischen Airline KLM wurde mit Hantavirus-Symptomen ins Spital eingeliefert. Sie wird aktuell in der Universitätsklinik in Amsterdam behandelt. Die Stewardess hatte Kontakt zu einer am Hantavirus erkrankten Niederländerin (†69), die sich auf dem Kreuzfahrtschiff aufgehalten hatte. Der Mann der Verstorbenen starb an Bord.

Unterdessen stellt die Nachverfolgung der Kontaktpersonen der Infizierten für die Behörden eine enorme Herausforderung dar.

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