Leiche in Gefriertruhe versteckt – Horror-Mord in Serbien
«Ich musste sie umbringen, sie ging mir auf die Nerven»

Der brutale Tod der jungen Katarina G. bei Leskovac sorgt in Serbien für Entsetzen. Ihre Leiche wurde in der Gefriertruhe gefunden. Nun steht ein psychiatrisches Gutachten im Zentrum des Falls – es entscheidet wie hart der mutmassliche Täter bestraft werden kann.
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Dalibor D. steht unter Verdacht, seine Lebensgefährtin Katarina G. in ihrem Wohnhaus im serbischen Pečenjevce getötet zu haben.
Foto: Facebook/ Branko Janačković / Ringier

Darum gehts

  • Dalibor D. soll Lebensgefährtin Katarina G. am 2. November 2025 ermordet haben
  • Polizei fand Leiche nackt in Gefriertruhe versteckt
  • Tatverdächtiger war 2022 wegen Körperverletzung verurteilt worden und stand unter Hausarrest
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Blick Newsdesk

Stundenlang suchte die Polizei nach einer ermordeten Frau in einem Wohnhaus im serbischen Dorf Pečenjevce bei Leskovac. Dalibor D.* (43) soll seine Lebensgefährtin Katarina G.* (36) am 2. November 2025 in ihrem Familienhaus getötet haben. Das erklärte D.s Bruder Denis D.* der Polizei, nachdem sein Bruder ihm die mutmassliche Tat anvertraut und die Leiche gezeigt hatte. 

Denis D. erzählte einem Reporter von «Blic», dass ihn sein Bruder an diesem Tag in sein Haus rief. Er dachte, er wolle ihm die neu verlegten Fliesen präsentieren, doch plötzlich zeigte ihm Dalibor D. die Leiche seiner Lebensgefährtin. «Ich musste sie umbringen, sie ging mir auf die Nerven», zitiert Denis D. die Aussage seines Bruders. Dalibor D. erklärte, seine Frau erwürgt zu haben. Sein Bruder flüchtete aus dem Haus und rief die Polizei. Als diese eintraf, fehlte jedoch von der Leiche plötzlich jede Spur. 

Polizei sucht stundenlang nach der Leiche

Wie «Blic» berichtet, durchkämmte die Polizei über fünf Stunden lang jeden Winkel des Hauses. Genug Zeit für den Tatverdächtigen Dalibor D., um zu flüchten. Schliesslich machten die Beamten eine entsetzliche Entdeckung. Bedeckt mit Tiefkühlpackungen lag die nackte Leiche von Katarina G. in der Gefriertruhe.

Nun begann eine intensive Fahndung nach Dalibor D. Am 6. November wurde er schliesslich geschnappt – inoffiziellen Berichten zufolge soll er sich in einem verlassenen Haus in der Nachbarschaft versteckt haben. Die Staatsanwaltschaft hat eine psychiatrische Begutachtung des Tatverdächtigen beantragt und zahlreiche Zeugen befragt. 

War der Tatverdächtige zurechnungsfähig?

Nach der letzten Zeugenbefragung am Montag wird nun eine Frage zentral: War Dalibor D. zum Zeitpunkt der mutmasslichen Tat zurechnungsfähig? Sollte dies der Fall sein, würde der Umstand des perfiden Versteckens der Leiche auf ein bewusstes und vorsätzliches Handeln hinweisen – damit wäre die Höchststrafe für Mord möglich. Sollte sich jedoch zeigen, dass D. unzurechnungsfähig war, wäre eine unbefristete Unterbringung in einer Psychiatrie möglich.

Dalibor D. ist laut «Blic»-Recherchen kein unbescholtenes Blatt. Wie sein Bruder erzählte, habe sich D. mit seiner Lebensgefährtin jeden Tag gestritten – beide zeigten sich gegenseitig wegen Gewalt an.

Zum Zeitpunkt der mutmasslichen Tat stand D. unter Hausarrest: Er war wegen eines Vorfalls im Jahr 2022 wegen Körperverletzung an Polizeibeamten und Behinderung eines Beamten bei der Ausübung seiner Pflichten verurteilt worden. Zudem hatte er bereits eine 60-tägige Haftstrafe erhalten, nachdem er einen Nachbarn verprügelt hatte. 

* Name bekannt

Dieser Artikel ist zuerst auf Blic.rs erschienen. 

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